Hirnworx
Softwareentwicklung — Hirnworx

Softwareentwicklung bei Hirnworx: Individualsoftware, APIs und ERP-Shop-Marktplatz-Integrationen für den B2B-Mittelstand. Schnittstellen ab 5.000 €, Individualsoftware ab 20.000 €, Festpreis nach technischem Discovery. Referenzen: OBI-Shopware-Connector auf Mirakl-Basis, Sync2Shop für Microtech Büro+, die SaaS-Plattform LeadCollect.

Softwareentwicklung — Individualsoftware, APIs & Integrationen

Software, die Ihre Prozesse abbildet — nicht umgekehrt.

LARAVELPYTHONNODE.JSPOSTGRESQL

Stand: September 2026 · Verantwortlich: David De Matteo, Hirnworx Langenzenn

Softwareentwicklung ist bei uns klar von der Webentwicklung getrennt: Hier geht es um interne Systeme, Schnittstellen und Integrationen, bei denen Datenintegrität schwerer wiegt als Auffindbarkeit. Niemand googelt Ihre ERP-Schnittstelle – aber wenn sie einen Bestand falsch überträgt, verkaufen Sie einen Artikel zweimal.

Typische Projekte: API und Schnittstelle 5.000–15.000 €, Individualsoftware 20.000–80.000 €, Integration von ERP, Shop und Marktplatz 15.000–50.000 €. Wartung ab 500 € monatlich für Updates, Monitoring und kleine Anpassungen. Festpreis nach technischem Discovery, abgerechnet in Etappen – kein offener Stundenzettel. Stand: September 2026.

Referenzen: der bidirektionale Connector zwischen Shopware 6 und dem OBI-Marktplatz auf der Mirakl-Plattform, Sync2Shop als Brücke von Microtech Büro+ in den Onlineshop und die Multi-Tenant-Plattform LeadCollect. Ein Ansprechpartner über die gesamte Laufzeit: David De Matteo, Entwickler seit 2011, über 350 Projekte.

DEFINITION

Was ist Softwareentwicklung – und wo endet Webentwicklung?

Softwareentwicklung bedeutet, Geschäftsprozesse in Systeme zu übersetzen: Individualsoftware, APIs und Integrationen zwischen ERP, Shop, Marktplatz und Fachanwendung. Der Unterschied zur Webentwicklung liegt nicht in der Technik, sondern im Zielkonflikt: Bei einer Website gewinnt Auffindbarkeit, bei einer Fachanwendung gewinnt Datenintegrität. Jeder Datensatz muss genau einmal, vollständig und nachvollziehbar entstehen.

Diese Abgrenzung klingt akademisch, entscheidet aber über Architektur und Budget. Eine öffentliche Website wird darauf optimiert, dass Inhalte gefunden und schnell ausgeliefert werden: statisch generiert, über ein CDN verteilt, ohne Datenbankzugriff zur Laufzeit. Eine Integration wird auf das Gegenteil optimiert – sie muss Zustand halten, Reihenfolgen garantieren, Wiederholungen aushalten und jede Übertragung protokollieren.

Praktisch fragen wir im Erstgespräch nur eines: Was passiert, wenn dieses System eine Stunde nicht erreichbar ist? Bei einer Website heißt die Antwort „weniger Anfragen“, bei einer Warenwirtschaftsschnittstelle „Bestellungen fehlen und Bestände driften auseinander“. Aus dieser Antwort folgt alles Weitere: Warteschlangen statt direkter Aufrufe, idempotente Verarbeitung statt einfacher Requests, ein Job-Log statt eines Analytics-Dashboards.

Es gibt Projekte, die beides enthalten. Ein Kundenportal mit Auftragsstatus aus dem ERP hat eine öffentliche Hülle und einen integrativen Kern. Wir benennen dann explizit, welcher Teil unter welcher Logik läuft: Die Oberfläche gehört zur Webentwicklung und ist unter /webentwicklung beschrieben, die Anbindung an die Warenwirtschaft fällt unter diese Seite. Shop-Projekte laufen unter /onlineshop-entwicklung, KI-gestützte Prozessautomatisierung unter /ki-automatisierung. Das ist keine Etikettenfrage, sondern trennt zwei unterschiedliche Vorgehen mit unterschiedlichen Prioritäten.

SCHEMA 01
Matrix Führendes System für ERP-Shop-Sync
Vor jeder Schnittstelle: pro Datenobjekt festlegen, welches System führt — sonst überschreiben sich Preis und Bestand.
SCHEMA 02
Schema bidirektionaler Sync zwischen ERP und Shop
Führendes System pro Datenobjekt: Artikel, Preis und Bestand aus dem ERP — Bestellungen zurück in den Shop.
01 — AUSGANGSLAGE

Woran Softwareprojekte im Mittelstand hängen

Die Anfragen, die bei uns landen, betreffen selten die grüne Wiese. Meist existiert eine Lösung, die funktioniert hat, solange das Unternehmen kleiner war.

Doppelte Pflege in zwei Systemen

Artikel, Preise und Bestände werden in der Warenwirtschaft und nochmals im Shop oder Marktplatz gepflegt. Die Folgen sind berechenbar: veraltete Preise, überverkaufte Artikel und Bestellungen, die im Marktplatz-Backend hängenbleiben. Genau dieses Ausgangsproblem hatte das OBI-Projekt, bevor der Connector kam.

Die Schnittstelle läuft, aber niemand sieht sie

Ein Skript per Cronjob, Ausgabe in eine Logdatei, die keiner liest. Fällt eine Übertragung aus, merkt es die Buchhaltung drei Wochen später. Ohne Job-Log mit Status, Ursache und Wiederholungsmöglichkeit ist jede Fehlersuche Archäologie.

Excel ist das heimliche Kernsystem

Die eigentliche Prozesslogik liegt in einer gewachsenen Tabelle mit Makros, die eine Person pflegt. Sie funktioniert, ist aber nicht mehrbenutzerfähig, nicht auditierbar und nicht ersetzbar. Der Bus-Faktor dieser Datei ist eins.

Es gibt keine Testumgebung

Das Altsystem existiert nur produktiv. Jede Änderung wird am lebenden Betrieb erprobt, weshalb niemand mehr Änderungen macht. Ohne Staging-Instanz oder wenigstens eine Kopie mit anonymisierten Daten steigt unser Aufwand messbar – und das Risiko bleibt beim Kunden.

Der Entwickler ist weg, die Dokumentation auch

Kein Repository-Zugang, kein Deployment-Weg, keine Beschreibung der Datenfelder. Der erste Arbeitsschritt ist dann Rekonstruktion: Datenbank lesen, Verhalten beobachten, Annahmen gegen echte Datensätze prüfen. Das ist machbar, kostet aber Zeit, die im Angebot stehen muss.

Jeder Versionssprung ist ein eigenes Projekt

Die Laufzeitumgebung hat ein definiertes End-of-Life, die Abhängigkeiten sind jahrelang nicht aktualisiert worden. Wer drei Hauptversionen gleichzeitig nachholen muss, hat kein Update mehr, sondern eine Migration – und die kostet ein Vielfaches der laufenden Pflege.

AUS DER PRAXIS

LeadCollect — B2B-Lead- & Recovery-Plattform

SaaS-Plattform, die anonyme B2B-Website-Besucher identifiziert und Warenkorbabbrecher zurückgewinnt — mit KI-personalisierten Briefen, Gutscheinen & QR-Codes.

LeadCollect — B2B-Lead- & Recovery-Plattform
02 — LEISTUNGEN

Was wir liefern

Individualsoftware & Fachanwendungen

Web-basierte Anwendungen, die Ihren Prozess abbilden: Datenmodell, Rollen, Rechte, Auswertungen und eine Administration, die Ihre Leute ohne Entwickler bedienen können.

APIs & Schnittstellen

REST- und GraphQL-Schnittstellen, Webhook-Empfänger und Feldmapping mit idempotenter Verarbeitung, Wiederholungen und Job-Log – ab 5.000 € für eine gerichtete Integration.

ERP-, Shop- & Marktplatz-Integration

Bidirektionale Synchronisation von Artikel, Preis, Bestand und Bestellung – Shopware 6, Microtech Büro+, Mirakl-basierte Marktplätze wie der OBI-Marktplatz.

Legacy-Modernisierung

Schrittweise Ablösung gewachsener Systeme in rückrollbaren Schnitten, mit Parallelbetrieb und automatischem Abgleich statt Stichtagswechsel.

Dashboards & Auswertungen

Kennzahlen, Job-Logs und Betriebsoberflächen, die den Zustand eines Systems sichtbar machen – inklusive manueller Sync-Aktionen für Sonderfälle.

Betrieb, SLA & Monitoring

Abhängigkeits-Updates mit Testlauf, Verfügbarkeits- und Fehler-Monitoring, Fehlerbehebung in definierten Servicezeiten – ab 500 € monatlich.

03 — ZAHLEN & FRISTEN

Was belegt ist

Nur Angaben mit benannter Quelle. Marktforschungszahlen ohne nachprüfbare Herkunft stehen hier bewusst nicht.

72 Stunden

Frist für die Meldung einer Datenschutzverletzung an die Aufsichtsbehörde

Diese Frist lässt sich nur einhalten, wenn ein Vorfall überhaupt auffällt. Deshalb gehören Zugriffs- und Fehlerprotokollierung, Alarmierung und ein nachvollziehbares Job-Log zur Architektur – nicht in eine spätere Ausbaustufe.

DSGVO Art. 33 Abs. 1, 2016

Art. 28

Auftragsverarbeitungsvertrag ist Pflicht, sobald ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet

Sobald wir Zugriff auf Kunden-, Bestell- oder Mitarbeiterdaten haben, schließen wir vor dem ersten Zugang einen AVV. Das gilt auch für Partner im Projekt und für jeden Hoster, der Daten verarbeitet.

DSGVO Art. 28 Abs. 3, 2016

Unveränderbar

Steuerrelevante Daten müssen vollständig, unveränderbar und maschinell auswertbar aufbewahrt werden

Für ERP-Schnittstellen heißt das: Buchungsrelevante Übertragungen werden protokolliert und nicht stillschweigend überschrieben. Korrekturen entstehen als neuer Datensatz mit Bezug auf den alten, nicht als Änderung am Original.

BMF-Schreiben vom 28.11.2019 (GoBD), 2019

04 — PASSUNG

Für wen wir Software entwickeln

Wir sind ein Einzelunternehmen mit Partnernetzwerk. Das macht uns für bestimmte Vorhaben sehr passend und für andere erkennbar falsch.

Händler mit ERP, Shop und Marktplatz

Wenn Katalog, Preis und Bestand in mehreren Systemen gleichzeitig stimmen müssen, brauchen Sie ein führendes System und gerichtete Datenflüsse. Das ist unser häufigster Projekttyp – Shopware 6, Microtech Büro+, Mirakl-basierte Marktplätze.

5–200 Mitarbeitende

Mittelstand mit gewachsener Insellandschaft

Mehrere Fachanwendungen, dazwischen Tabellen, E-Mails und Übertragung per Hand. Hier lohnt sich zuerst ein Schnittstellenkatalog, dann eine Fachanwendung, die den Prozess wirklich abbildet, statt ihn dem Standard anzupassen.

10–250 Mitarbeitende

Produktteams, die eine Plattform bauen

Eigene SaaS-Produkte mit Mandantentrennung, Rollenmodell und Abrechnung – so entstanden LeadCollect als Multi-Tenant-Plattform und Travl Tracker als Eigenprodukt mit vollständig lokaler Datenhaltung.

Gründung bis Mittelstand

Wann Sie besser jemand anderen fragen

  • —Sie brauchen einen Standardprozess, für den es gute Fertigprodukte gibt. Buchhaltung, Lohnabrechnung oder klassisches CRM bauen wir nicht nach – dort ist Standardsoftware günstiger, gesetzlich gepflegt und schneller produktiv.
  • —Sie erwarten 24/7-Rufbereitschaft mit vertraglicher Reaktionszeit unter einer Stunde. Wir arbeiten mit definierten Servicezeiten und einem SLA, nicht im Schichtbetrieb.
  • —Es gibt keinen Zugang zu einer Test- oder Staging-Umgebung des Altsystems. Gegen ein Produktivsystem zu entwickeln, ohne Fehler erproben zu können, ist ein Risiko, das wir nicht übernehmen.
  • —Niemand im Unternehmen kann den Ist-Prozess beschreiben. Wir können ihn mit Ihnen erheben, aber nicht erfinden – ohne fachlichen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis scheitert die Abnahme später an Details.
  • —Sie schreiben einen Festpreis ohne vorherige technische Analyse aus. Wir nennen einen verbindlichen Preis erst nach dem Discovery; ein Angebot auf Basis eines Lastenhefts ohne Schnittstellenprüfung wäre geraten.
05 — KOSTEN

Was Softwareentwicklung kostet

Wir arbeiten mit Festpreisen nach einem technischen Discovery, abgerechnet in Etappen. Die Spannen unten sind Erfahrungswerte aus vergleichbaren Projekten – verbindlich wird der Preis, wenn Schnittstellenkatalog, Datenmodell und Zugänge zu den Fremdsystemen geklärt sind. Eine ausführlichere Aufschlüsselung steht unter /kosten/softwareentwicklung.

Stand: September 2026 · Festpreis nach Scope

API & Schnittstelle

5.000 € – 15.000 €

Eine gerichtete Integration zwischen zwei Systemen: REST-Aufrufe oder Webhooks, Feldmapping, Fehlerbehandlung, Protokoll.

  • ·Schnittstellenkatalog mit Feldern, Datentypen und Pflichtangaben
  • ·Authentifizierung, Feldmapping und Umgang mit Sonderfällen
  • ·Idempotente Verarbeitung, Wiederholungen und Warteschlange
  • ·Job-Log mit Status und Ursache je fehlgeschlagener Übertragung
  • ·Testlauf gegen die Staging-Instanz beider Systeme vor dem Go-Live

Beispiel: Sync2Shop verbindet Microtech Büro+ mit dem Onlineshop: Artikel, Preise und Bestände aus der Warenwirtschaft in den Shop, Bestellungen zurück. Eine dokumentierte REST-API liegt am unteren Ende der Spanne, ein Altsystem mit CSV-Export ohne Sandbox am oberen.

ERP-, Shop- und Marktplatz-Integration

15.000 € – 50.000 €

Bidirektionale Synchronisation mit mehreren Datenarten, Mappings und einer Oberfläche für den Betrieb.

  • ·Source-of-Truth-Modell: ein führendes System, gerichtete Datenflüsse
  • ·Kategorie-, Marken- und Attribut-Mapping mit manuellem Einzel- und Kategorie-Sync
  • ·Bestell- und Retourenrückfluss über Webhooks, optional mit Auto-Accept
  • ·Dashboard mit Kennzahlen, Job-Log und manuellen Sync-Aktionen
  • ·Go-Live-Panel mit Bereitschaftsprüfungen und Betriebshandbuch

Beispiel: Der Connector zwischen Shopware 6 und dem OBI-Marktplatz auf der Mirakl-Plattform: Shopware ist das führende System und pusht Produkt, Preis und Bestand nach OBI, Mirakl-Webhooks spielen Bestellungen und Retouren zurück. Dokumentiert unter /referenzen/obi-shopware-connector.

Individualsoftware

20.000 € – 80.000 €

Eine eigene Fachanwendung: Web-App, Administration, Rollen und Auswertungen. Die Spanne hängt am Umfang der Fachlogik, nicht an der Oberfläche.

  • ·Fachliche Modellierung und Datenmodell vor der ersten Zeile Oberfläche
  • ·Backend in Laravel, Python oder Node.js, PostgreSQL als Datenbank
  • ·Rollen, Rechte, Mandantentrennung und Auditierbarkeit
  • ·Automatisierte Tests für die Fachlogik, CI/CD-Pipeline, Code-Review
  • ·Übergabe mit Repository, Deployment-Pipeline und Betriebsdokumentation

Beispiel: LeadCollect: Multi-Tenant-Plattform, die anonyme B2B-Website-Besucher standortbasiert identifiziert und Warenkorbabbrecher zurückgewinnt – mit Lead-Scoring, KI-personalisierten Print-Briefen samt Gutschein- und QR-Code, Mailing-Pipeline und Shopware-6-Integration. Beschrieben unter /referenzen/leadcollect.

Unverbindliche Richtwerte netto, projektabhängig. Verbindlich wird der Preis nach dem Scope-Workshop und dann als Festpreis in Etappen.

Alle Richtwerte zu Softwareentwicklung →

06 — KOSTENTREIBER

Was den Preis nach oben treibt

Die Spanne oben entsteht nicht zufällig. Diese sechs Faktoren erklären, warum ein Projekt am unteren oder am oberen Ende liegt.

Komplexität der Altsysteme

+20 % bis 60 %

Ein modernes System mit REST-API und Sandbox ist in Tagen angebunden. Ein gewachsenes Altsystem mit direktem Datenbankzugriff, eigenen Statuscodes und undokumentierten Nebenwirkungen verschiebt den Aufwand von der Umsetzung in die Analyse – und die ist schlechter planbar.

Qualität der Dokumentation der Fremdsysteme

+2.000 € bis 10.000 € je System

Eine vollständige OpenAPI-Spezifikation ist der günstigste Fall. Fehlt sie, muss jedes Feld durch Ausprobieren verifiziert werden: Welche Angaben sind Pflicht, welche Statuswechsel sind erlaubt, was passiert bei einem Duplikat. Diese Rekonstruktion ist regelmäßig der größte Einzelposten.

Verfügbarkeit von Test- und Staging-Umgebungen

+10 % bis 30 %

Ohne Testinstanz lässt sich kein Fehlerfall gefahrlos erproben. Dann arbeiten wir mit Datenkopien, Schattenbetrieb und sehr kleinen Freigabeschritten – das ist sicher, aber langsamer. Mit Sandbox auf beiden Seiten entfällt dieser Aufschlag.

Datenmigration und Altdatenqualität

+1.500 € bis 8.000 €

Der Neubau ist nicht das Problem, der Umzug der Bestandsdaten ist es. Dubletten, fehlende Pflichtfelder, uneinheitliche Einheiten und historische Sonderfälle müssen erkannt, bereinigt und in einem Probelauf gegengeprüft werden, bevor sie produktiv gehen.

SLA und Wartung

ab 500 €/Monat

Enthalten sind Abhängigkeits-Updates mit Testlauf, Monitoring, Fehlerbehebung innerhalb der Servicezeiten und ein kleines Budget für Anpassungen. Kürzere Reaktionszeiten oder erweiterte Servicezeiten kalkulieren wir gesondert – sie sind der Hauptpreisfaktor im Betrieb.

Teamgröße

+15 % bis 25 %

Bis zu einer gewissen Größe ist eine Person der effizienteste Weg, weil keine Abstimmung nötig ist. Wird das Vorhaben größer, skalieren wir über das Partnernetzwerk – dann kommen Koordination und Code-Review über Teamgrenzen hinzu.

07 — VERGLEICH

Standardsoftware, Customizing oder Individualsoftware

Alle drei Wege sind richtig – nur nicht für dasselbe Problem. Entscheidend ist, wie eigen Ihr Prozess wirklich ist und wie lange Sie mit der Lösung arbeiten wollen.

KriteriumStandardsoftware von der StangeStandardsoftware plus CustomizingIndividualsoftware (Hirnworx)
Einstiegskostenniedrig, oft unter 5.000 €mittel, Lizenz plus Anpassunghoch, ab 20.000 €
Laufende Lizenzkostendauerhaft pro Nutzer und Monatdauerhaft, plus Pflege der Anpassungenkeine Lizenz, Wartung ab 500 €/Monat
Passung zum eigenen ProzessProzess folgt der Softwaregute Annäherung, Restlücken bleibenSoftware folgt dem Prozess
Abhängigkeit vom Herstellerhoch, Roadmap liegt außerhalbsehr hoch, Anpassung bindet an Versiongering, Standard-Stack und eigenes Repository
Aufwand bei Versionsupdatesgering, Hersteller liefertder kritische Punkt: Anpassungen brechenplanbar, Abhängigkeiten im eigenen Takt
Zeit bis zur ProduktivnutzungTage bis Wochen1 bis 6 Monate4 Wochen für eine Schnittstelle, 3 bis 6 Monate für eine Fachanwendung
Datenhoheitbeim Anbieter, Export oft unvollständigbeim Anbietereigene Datenbank, eigener Betrieb möglich
Eignung bei Nischenprozessengeringmittel, mit dauerhaftem Pflegeaufwandhoch, das ist der Anwendungsfall

Bei Standardprozessen ist Standardsoftware die klar richtige Wahl: Buchhaltung, Lohnabrechnung oder Zeiterfassung sollten Sie kaufen, nicht bauen lassen – dort steckt gesetzliche Pflege im Produkt, die Sie sonst selbst tragen. Individualsoftware rechnet sich, wenn Ihr Prozess Ihr Wettbewerbsvorteil ist oder mehrere Systeme zusammenlaufen müssen, für die es kein fertiges Bindeglied gibt.

08

Ein führendes System statt zweier Wahrheiten

Die erste Entscheidung in jedem Integrationsprojekt ist nicht technisch, sondern organisatorisch: Welches System darf einen Wert ändern? Solange zwei Systeme denselben Bestand gleichberechtigt fortschreiben, entsteht Drift, und niemand kann nachträglich entscheiden, welcher Wert richtig war. Wir legen deshalb vor der Architektur ein Source-of-Truth-Modell fest – je Datenart, nicht pauschal.

Im OBI-Projekt ist das Modell eindeutig: Shopware 6 ist das führende System und pusht Produkt, Preis und Bestand in Richtung OBI beziehungsweise Mirakl. In Gegenrichtung fließen nur Ereignisse, die auf dem Marktplatz entstehen – Bestellungen und Retouren, zurückgespielt über Mirakl-Webhooks. Der Händler pflegt seinen Katalog weiterhin an genau einer Stelle, und der Marktplatz bleibt synchron, ohne dass jemand morgens Listen vergleicht.

Diese Klarheit hat einen Nebeneffekt, den man vorher benennen muss: Wer bisher Preise auch direkt im Marktplatz-Backend geändert hat, darf das danach nicht mehr. Ein Source-of-Truth-Modell ist technisch in Tagen umgesetzt, organisatorisch braucht es einen Verantwortlichen.

  • Je Datenart ein führendes System, dokumentiert im Schnittstellenkatalog
  • Gerichtete Datenflüsse statt beidseitiger Fortschreibung desselben Feldes
  • Ereignisse fließen zurück, Stammdaten nicht
  • Manuelle Eingriffe nur über definierte Sync-Aktionen, nicht am Zielsystem
09

Dünner Adapter, robuster Dienst

Eine Integration im laufenden Betrieb scheitert selten an der Fachlogik, sondern an Last und Reihenfolge. Wird ein Katalog per Importlauf aktualisiert, feuert das Quellsystem tausende Änderungsereignisse in Sekunden. Wer sie direkt an eine Fremd-API weiterleitet, läuft in Ratenbegrenzungen und Teilzustände, aus denen sich schlecht herausrechnen lässt.

Deshalb ist die Architektur im OBI-Connector bewusst zweigeteilt. In Shopware läuft nur ein schlankes Plugin, das auf Entity-Events für Produkt, Preis und Bestand lauscht und diese entprellt weitermeldet – so werden Event-Stürme abgefangen, bevor sie zu Last werden. Die eigentliche Logik liegt in einem eigenständigen Python-Connector: Mapping, Warteschlangen, Wiederholungen und die gesamte Mirakl-Kommunikation. Das hält das Shop-System frei von Marktplatz-Spezifika und macht den Connector unabhängig testbar und deploybar.

Drei Eigenschaften dieses Dienstes sind nicht verhandelbar. Erstens Idempotenz: Dieselbe Nachricht zweimal verarbeitet führt zum selben Ergebnis, sonst wird jede Wiederholung zum Risiko. Zweitens Wiederholungen mit wachsendem Abstand und eine Ablage für endgültig fehlgeschlagene Nachrichten, damit nichts still verschwindet. Drittens ein Protokoll je Vorgang mit Status und Ursache – das ist die Grundlage jeder Fehlersuche und, siehe die 72-Stunden-Frist aus Art. 33 DSGVO, auch jeder Meldefähigkeit.

  • Entprellte Ereignisse statt direkter Weiterleitung an die Fremd-API
  • Fachlogik im eigenen Dienst, nicht im Fremdsystem
  • Idempotente Verarbeitung, Wiederholungen mit wachsendem Abstand, Ablage für Fehlschläge
  • HMAC-signierte Webhooks und getrennte Endpunkte je Gegenstelle
  • Job-Log mit Status, Ursache und manueller Wiederholmöglichkeit
10

Datenschutz und Nachweisbarkeit sind Architekturfragen

Sobald ein System Kunden-, Bestell- oder Mitarbeiterdaten verarbeitet, ist Datenschutz keine Dokumentationsaufgabe am Projektende, sondern eine Reihe konkreter Entscheidungen im Datenmodell. Art. 32 DSGVO verlangt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen und nennt ausdrücklich Verschlüsselung sowie die Fähigkeit, Daten nach einem Zwischenfall wiederherzustellen – also Verschlüsselung im Transport und im Ruhezustand, getestete Wiederherstellung aus dem Backup statt bloß laufender Sicherungen und ein Rollenmodell, das Zugriffe begrenzt.

Bei Mehrmandantenplattformen kommt die Trennung dazu. LeadCollect ist als Multi-Tenant-System gebaut, bei dem Agenturen und Teams mehrere Kunden getrennt in einer Plattform verwalten – die Mandantentrennung gehört dort in jede Abfrage, nicht in eine Prüfung auf der Oberfläche. Dasselbe gilt für Protokolle: Wer Fehler nachvollziehen will, braucht Details, darf aber keine vollständigen personenbezogenen Datensätze ins Log schreiben.

Bei ERP-Schnittstellen tritt die steuerliche Seite hinzu. Die GoBD verlangt, dass steuerrelevante Daten vollständig, unveränderbar und maschinell auswertbar bleiben. Für eine Bestellsynchronisation bedeutet das, dass eine Korrektur als neuer Vorgang mit Bezug auf den alten entsteht und nicht als stille Änderung am Original. Vor dem ersten Zugang zu Ihren Systemen schließen wir außerdem einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO – auch für Partner, die im Projekt mitarbeiten.

11

Altsysteme ablösen, ohne alles gleichzeitig umzustellen

Die riskanteste Variante einer Modernisierung ist der Stichtagswechsel: Altsystem aus, Neusystem an, alles auf einmal. Sie ist attraktiv, weil sie billig aussieht, und teuer, weil jeder unentdeckte Sonderfall am Umstellungstag gleichzeitig auftritt. Wir arbeiten stattdessen in Schnitten – das Altsystem bleibt zunächst produktiv, und einzelne Aufgaben wandern nacheinander in das neue System.

Praktisch beginnt das mit einem Lesepfad: Das neue System liest aus dem Altsystem und zeigt dieselben Daten an, ohne zu schreiben. Danach übernimmt es einen abgegrenzten Schreibvorgang, während alle übrigen Wege unverändert laufen. So entsteht eine Kette kleiner, jeweils rückrollbarer Schritte statt einer einzigen großen Umstellung. Zu jedem Schritt gehört ein Abgleich, der beide Seiten gegeneinander prüft und Abweichungen meldet, bevor sie jemandem in der Buchhaltung auffallen.

Was dieses Vorgehen braucht, ist eine Testumgebung des Altsystems. Fehlt sie, arbeiten wir mit Datenkopien und Schattenbetrieb – das ist möglich, verschiebt aber Aufwand und verlängert die Laufzeit.

  • Schnittweise Ablösung statt Stichtagswechsel, jeder Schritt rückrollbar
  • Erst lesen, dann schreiben, dann abschalten
  • Automatischer Abgleich zwischen alt und neu während des Parallelbetriebs
  • Test- oder Staging-Instanz des Altsystems als Projektvoraussetzung
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Was Sie am Ende besitzen

Sie erhalten das Repository, die Deployment-Pipeline und eine Übergabedokumentation. Der Stack ist Standard – Laravel, Python, Node.js, PostgreSQL, Docker, REST oder GraphQL, Message-Queues – und keine Hirnworx-Eigenentwicklung. Wenn Sie den Anbieter wechseln wollen, kann das jedes Team mit Erfahrung in diesen Technologien übernehmen. Das ist bewusst so gebaut: Abhängigkeit ist kein Geschäftsmodell.

Zur Übergabe gehört bei Integrationsprojekten ein Betriebshandbuch mit Architektur, Konfiguration und Go-Live – im OBI-Connector direkt im Dashboard eingebettet, zusammen mit einem Go-Live-Panel, das alle Bereitschaftsprüfungen bündelt. Der Grund ist Erfahrung: Ein Marktplatzanschluss scheitert selten an einem Feature, sondern an einem fehlenden Webhook-Secret, unvollständigen Mappings oder einem nicht laufenden Worker.

Danach folgt der Betrieb, und er ist der günstigste Teil des Projekts. Ab 500 € monatlich enthalten sind Abhängigkeits-Updates mit Testlauf, Monitoring, Fehlerbehebung in den Servicezeiten und ein kleines Änderungsbudget. Wer hier spart, zahlt später doppelt: Eine Anwendung, die zwei bis drei Jahre ungepflegt bleibt, ist nicht mehr schrittweise aktualisierbar, weil zu viele Versionssprünge gleichzeitig nötig werden.

Abgerechnet wird zu Festpreisen in Etappen, gekoppelt an sichtbare Zwischenstände statt an Statusberichte. Sie sprechen dabei von der ersten Anfrage bis zum Betrieb mit derselben Person: Hirnworx ist David De Matteo, Einzelunternehmen in Langenzenn bei Nürnberg, tätig seit 2011. Stand: September 2026.

PROZESS

Ablauf eines Softwareentwicklung-Projekts

Vier Etappen mit Dauerangabe und einem Ergebnis pro Etappe. Eine einzelne Schnittstelle ist typisch in vier bis acht Wochen produktiv, eine Fachanwendung braucht drei bis sechs Monate. Gerechnet wird ab verfügbaren Zugängen zu den Fremdsystemen – das ist in der Praxis der häufigste Verzögerungsgrund.

  1. 011–3 Wochen

    Anforderungsanalyse

    Ist-Prozess erheben, Soll-Architektur skizzieren, Schnittstellenkatalog aufstellen: welche Systeme, welche Felder, welches System führt welche Datenart.

    Ergebnis: Schnittstellenkatalog, Soll-Architektur und Festpreis mit Etappenplan

  2. 021–2 Wochen

    Architektur & Proof of Concept

    Die riskanteste Annahme zuerst prüfen: ein lauffähiger Durchstich gegen die echte Testumgebung des Fremdsystems. Technische Entscheidungen belegen, nicht raten.

    Ergebnis: Funktionierender Durchstich und dokumentierte Architekturentscheidungen

  3. 034–12 Wochen

    Implementierung

    Umsetzung in Sprints mit automatisierten Tests für die Fachlogik, CI/CD-Pipeline und Code-Review. Jeder Sprint endet auf einer aufrufbaren Staging-Umgebung.

    Ergebnis: Abnahmefähige Staging-Umgebung mit Testabdeckung und Deployment-Pipeline

  4. 044 Wochen Begleitung, danach laufend

    Go-Live & Betrieb

    Bereitschaftsprüfungen abarbeiten, Monitoring und Alarmierung scharfstellen, dann vier Wochen engmaschige Begleitung. Danach Betrieb mit SLA und iterativem Backlog.

    Ergebnis: Produktivsystem, Betriebshandbuch, Repository-Zugang und SLA

FÖRDERUNG

Förderung für Digitalisierungsvorhaben in Bayern

Für bayerische Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten kann der Digitalbonus einen Teil der Kosten abdecken. Entscheidend ist die Reihenfolge.

Digitalbonus Bayern (Standard)

bis 7.500 €

Bayern · unter 50 Beschäftigte

Zuschuss von bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben für Digitalisierungsvorhaben — etwa Einführung oder Verbesserung digitaler Produkte, Dienstleistungen und Prozesse. Antragsberechtigt sind bayerische Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und höchstens 10 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme. Laufzeit des Programms bis 31.12.2027.

Programm beim Fördergeber →

Digitalbonus Bayern Plus

bis 30.000 €

Bayern · besonderer Innovationsgehalt

Für Vorhaben mit nachgewiesenem Innovationsgehalt, ebenfalls bis zu 50 % Fördersatz. Der Neuheitsgrad muss im Antrag detailliert beschrieben werden; in Grenzfällen entscheidet ein Expertengremium der Bezirksregierung. Plus ist während der Programmlaufzeit nur einmal möglich und nicht mit dem Standard für dieselbe Maßnahme kombinierbar.

Programm beim Fördergeber →

Stand: September 2026. Über Bewilligung, Höhe und Bedingungen entscheidet allein die Förderstelle — wir liefern die technische Leistungsbeschreibung und das Angebot für den Antrag, keine Förderberatung.

GLOSSAR

Softwareentwicklung — Begriffe kurz erklärt

Die Begriffe, die in Angeboten und Gesprächen ständig vorkommen und selten erklärt werden.

Source of Truth
Das System, das für eine Datenart als verbindlich gilt und sie allein ändern darf. Alle anderen Systeme erhalten Kopien. Ohne diese Festlegung driften Bestände und Preise auseinander, ohne dass nachträglich entscheidbar ist, welcher Wert richtig war.
Idempotenz
Eigenschaft einer Verarbeitung, bei der dieselbe Nachricht mehrfach ausgeführt zum selben Ergebnis führt. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass eine fehlgeschlagene Übertragung gefahrlos wiederholt werden kann.
Webhook
Rückruf, mit dem ein Fremdsystem ein Ereignis aktiv an eine festgelegte Adresse meldet, statt abgefragt zu werden. Eingehende Webhooks sollten signiert sein – im OBI-Connector über eine HMAC-Signatur – weil die Adresse sonst von außen beschreibbar ist.
Message-Queue
Warteschlange zwischen Sender und Verarbeitung. Sie entkoppelt Lastspitzen, erhält die Reihenfolge und erlaubt Wiederholungen mit wachsendem Abstand. Endgültig fehlgeschlagene Nachrichten landen in einer separaten Ablage, statt still verloren zu gehen.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Nach Art. 28 DSGVO erforderlicher Vertrag zwischen Verantwortlichem und Dienstleister, sobald dieser personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet. Er regelt Zweck, Weisungsrechte, Sicherheitsmaßnahmen und den Einsatz weiterer Unterauftragnehmer.
GoBD
Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form, festgelegt im BMF-Schreiben vom 28. November 2019. Für Schnittstellen relevant sind vor allem Unveränderbarkeit, Vollständigkeit und maschinelle Auswertbarkeit steuerrelevanter Daten.

Softwareentwicklung nach Branche

Service×Branche — eine getrennte Achse von Service×Stadt, ohne kombinierte URLs.

Alle Branchen →
SPEZIALISIERUNG

Produktkonfiguratoren

Regel-Engine, Live-Preis, 3D-Vorschau, Shopware-Anbindung — Referenz FeNau Gitterrost und Bavarian Signs 3D-Leuchtreklame.

Alles zu Konfiguratoren →
STACK
LaravelPythonNode.jsTypeScriptPostgreSQLRedis & CeleryDockerREST & GraphQLMessage-QueuesOpenAPIShopware 6GitHub Actions

Softwareentwicklung nach Stadt

Stadt-Landingpages mit lokalem Marktkontext, branchenspezifischen Leistungen und echten Referenzen. Sitz ist und bleibt Langenzenn — Entfernung und Servicegebiet stehen auf jeder Seite.

Alle Standorte →
FAQ

Softwareentwicklung — häufige Fragen

Kosten & Vertrag

Eine API oder Schnittstelle liegt typischerweise zwischen 5.000 € und 15.000 €, eine Integration von ERP, Shop und Marktplatz zwischen 15.000 € und 50.000 €, Individualsoftware zwischen 20.000 € und 80.000 € – jeweils netto. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach dem technischen Discovery, wenn Schnittstellenkatalog, Datenmodell und Zugänge geklärt sind. Stand: September 2026.

Technik & Architektur

Abgrenzung & Zusammenarbeit

LOS GEHT'S

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