Hirnworx
Printvertise, Medusa-Shop von Hirnworx

Hirnworx baut Headless-Shops mit Medusa und Next.js, wenn Format, Material oder Freigaben den Preis bestimmen und eine Shop-Lizenz das Falsche wäre. Referenz: Printvertise, über 400 konfigurierbare Artikel, live auf printvertise.de.

Medusa-Shop, wenn Standard nicht reicht

Open-Source-Commerce mit eigenem Frontend. Preislogik, Upload und Checkout gehören uns — nicht einem App-Store.

MEDUSANEXT.JSKONFIGURATOREIGENER CHECKOUTKEINE LIZENZ

Stand: September 2026 · Verantwortlich: David De Matteo, Hirnworx Langenzenn

Medusa ist das Commerce-Backend. Das, was der Kunde sieht, bauen wir in Next.js — dieselbe Storefront-Architektur wie bei unseren Content-Seiten, nur mit Warenkorb, Region und Bestellung dahinter.

Eine Plattformlizenz fällt nicht an. Hosting, Zahlungsgebühren und Wartung bleiben. Wer einen D2C-Shop in Wochen will, ist mit Shopify oft schneller. Wer B2B-Preisgruppen und ERP im DACH-Markt braucht, bleibt bei Shopware 6. Medusa nehmen wir, wenn die Verkaufslogik selbst der Shop ist.

DEFINITION

Was ist Medusa?

Medusa ist ein Open-Source-Commerce-Backend in Node.js und TypeScript. Es stellt Katalog, Warenkorb, Bestellung, Kunden, Steuer, Versand und Zahlung über eine API bereit, bringt aber keine Verkaufsoberfläche mit — die wird als eigenes Frontend gebaut, bei uns in Next.js. Für Medusa selbst fällt keine Plattformlizenz an; Hosting, Zahlungsgebühren und Wartung liegen dafür vollständig in Ihrer Verantwortung.

Headless heißt: Zwischen Shop-Logik und Darstellung liegt eine Schnittstelle statt eines Themes. Produktseite, Konfigurator und Checkout können damit so funktionieren, wie der Verkaufsprozess es verlangt. Der Preis dieser Freiheit ist, dass alles, was eine Standardplattform mitliefert, hier gebaut werden muss.

Medusa steht unter der MIT-Lizenz und wird als Paket installiert, nicht als Service gemietet. Es gibt keinen Anbieter, der Sicherheitsupdates einspielt oder Verfügbarkeit garantiert. Wer Medusa einsetzt, braucht eigene Entwicklerkapazität oder einen Wartungsvertrag. Ohne beides veraltet der Stack, und das erste ernsthafte Update wird teurer als drei Jahre laufende Pflege.

Abgrenzung nach beiden Seiten: Medusa ist kein Shop-Baukasten und kein Theme-Ökosystem. Wer ein fertiges Design anpassen und selbst pflegen will, ist mit Shopify schneller am Ziel. Wer eine ERP-Anbindung mit fertigen Konnektoren für den DACH-Raum braucht, ist bei Shopware 6 besser aufgestellt. Medusa nehmen wir, wenn die Verkaufslogik selbst der Kern des Projekts ist.

SCHEMA 01
Vergleichsschema Shopify Shopware Medusa
Shopify, Shopware und Medusa — die Entscheidung folgt dem Prozess, nicht dem Portfolio.
SCHEMA 02
Qualitativer TCO-Vergleich Shopify Shopware Medusa
TCO über drei Jahre qualitativ: Umsetzung, Plattform, Hosting, Wartung — Tarifhöhen beim Hersteller erfragen.
AUSGANGSLAGE

Woran Shops die Plattformgrenze erreichen

Medusa-Anfragen kommen selten von Neugründungen. Sie kommen von Betreibern, die seit Jahren einen Shop haben und an einer konkreten Wand stehen.

Der Preis entsteht aus Maß und Material

Breite, Höhe, Material, Verarbeitung und Auflage ergeben den Betrag. In Standardplattformen wird daraus eine Variantenmatrix mit tausenden Kombinationen, die niemand pflegen kann — oder ein Rechner-Plugin, das den Preis anzeigt, ihn aber nicht sauber in Warenkorb, Bestellung und Rechnung durchzieht.

Der Checkout ist nicht tief anpassbar

Ein zusätzlicher Schritt für Druckdaten, eine Freigabeschleife, eine abweichende Lieferadresse je Position, eine Mengenprüfung vor der Zahlung: In gehosteten Kassenprozessen geht das nur so weit, wie der Betreiber es vorsieht. Wo der Verkaufsprozess davon abweicht, endet die Anpassbarkeit.

Plattform- und App-Kosten wachsen mit dem Umsatz

Zum Grundabo kommen kostenpflichtige Apps für Konfiguration, B2B-Preise, Uploads und Rechnungen, dazu umsatzabhängige Gebühren. Bei kleinem Volumen ist das der günstigste Weg. Ab einem bestimmten Umsatz zahlen Sie jeden Monat für Funktionen, die einmal gebaut dauerhaft Ihnen gehören würden.

Jedes Plattform-Update ist ein Risiko

Sonderlogik steckt in fünf bis fünfzehn Erweiterungen von verschiedenen Anbietern. Ein Versionssprung bedeutet warten, bis alle nachziehen, und testen, ob die Preisregel noch stimmt. Wird eine Erweiterung eingestellt, ist die Funktion weg und muss unter Zeitdruck ersetzt werden.

Das Datenmodell passt nicht zum Produkt

Produkt, Variante und Preis sind in jeder Plattform fest vorgegeben. Ist Ihr Produkt aber ein Bauteil mit Toleranzen, eine Dienstleistung mit Staffelpreis oder ein Set mit variabler Bestückung, wird das Modell mit Zusatzfeldern gebogen. Auswertungen und Schnittstellen leiden zuerst darunter.

Anbieterwechsel kostet den halben Shop

Theme, Apps und Sonderlogik sind an die Plattform gebunden. Ein Umzug bedeutet nicht Datenexport, sondern Neubau aller individuellen Teile. Diese Abhängigkeit fällt erst auf, wenn sich Preismodell oder Bedingungen des Anbieters ändern — und dann ist Verhandeln keine Option mehr.

AUS DER PRAXIS

Printvertise — Medusa + Next.js

Über 400 konfigurierbare Artikel, eigener Checkout, keine Shop-Lizenz — Medusa dort, wo Maß und Material den Preis machen.

Printvertise Medusa Shop
ZAHLEN & FRISTEN

Was belegt ist

Nur Angaben mit benannter Quelle. Zahlen ohne nachprüfbare Herkunft stehen hier bewusst nicht.

13.12.2024

Seit diesem Tag ist die EU-Produktsicherheitsverordnung anwendbar

Sie verlangt für viele Produkte Hersteller- und Sicherheitsangaben bereits im Online-Angebot. In einem selbst gebauten Shop sind das Felder im Datenmodell, die mit dem Katalog angelegt werden müssen — nachträglich in hunderten Artikeln zu pflegen ist deutlich teurer.

Verordnung (EU) 2023/988 (GPSR), EUR-Lex, 2024

28.06.2025

Seit diesem Tag gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Es betrifft unter anderem Verbraucherangebote im elektronischen Geschäftsverkehr. Wer den Checkout selbst baut, trägt die Anforderungen selbst: Kontraste, Tastaturbedienbarkeit, Formularbeschriftungen und Fehlermeldungen. Ob Ausnahmen greifen, ist eine Rechtsfrage.

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), 2025

2,5 s

Schwellenwert für ein „gutes“ Largest Contentful Paint

Der Wert gilt auch für Shop-Seiten. Eine Next.js-Storefront erreicht ihn zuverlässig, weil Kategorie- und Inhaltsseiten vorgerendert über ein CDN ausgeliefert werden und nur Warenkorb und Kasse zur Laufzeit rechnen.

Google, web.dev, 2025

PASSUNG

Für wen ein Medusa-Shop sinnvoll ist

Wir empfehlen Medusa in etwa einem von fünf Shop-Gesprächen. Die anderen vier bekommen eine Empfehlung für Shopify oder Shopware 6 — das ist keine Bescheidenheit, sondern Rechnen.

Hersteller mit konfigurierbaren Produkten

Wenn Format, Material, Auflage und Verarbeitung den Preis machen, ist die Konfiguration das Produkt. Dann gehört die Rechenlogik in den Code, nicht in eine Erweiterung, und der Warenkorb muss die konfigurierte Position sauber tragen.

Werbetechnik, Druck, Sonderbau, Fertigung

B2B-Händler mit eigener Prozesslogik

Kundenspezifische Preise, Freigaben, Mindestmengen, Angebotsanfragen statt Sofortkauf, Bestellung ohne Pflichtkonto. Je mehr davon zusammenkommt, desto eher lohnt eine eigene Anwendung gegenüber einer Kette aus Erweiterungen.

B2B, 10–250 Mitarbeitende

Shops mit Entwicklungs- oder Wartungsbudget

Medusa setzt voraus, dass jemand die Anwendung dauerhaft pflegt — intern oder über einen Vertrag. Wer ohnehin ein Entwicklungsbudget für den Shop einplant, verschiebt bei Medusa nur, wofür es ausgegeben wird.

Laufendes Budget statt Einmalprojekt

Wann wir Ihnen von Medusa abraten

  • —Ihr Sortiment lässt sich mit Produkten und Varianten abbilden und ein angepasstes Theme reicht. Dann ist Shopify schneller, günstiger und in der Summe die bessere Entscheidung — wir würden Ihnen Architektur verkaufen, die Sie nicht brauchen.
  • —Sie wollen den Shop selbst pflegen und haben weder Entwicklerkapazität noch ein laufendes Wartungsbudget. Ein Medusa-Shop ohne Pflege ist nach zwei bis drei Jahren nicht mehr wirtschaftlich aktualisierbar.
  • —Sie brauchen eine ERP-Anbindung mit einem fertigen Konnektor für ein im DACH-Raum verbreitetes System. Dafür gibt es bei Shopware 6 erprobte Wege, die wir bei Medusa erst bauen müssten.
  • —Der Shop soll in vier bis sechs Wochen live sein oder das Budget liegt unter 15.000 €. Beides schließt einen eigenen Checkout mit eigener Preislogik aus; die Zeit und das Geld gehen in die Kasse, nicht in das Sortiment.
  • —Sie erwarten einen Marktplatz, auf dem sich jede zusätzliche Funktion als App zubuchen lässt. Dieses Ökosystem ist bei Shopify und Shopware ein echter Vorteil und bei Medusa deutlich kleiner — jede Funktion ist hier Entwicklungsarbeit.
01 — WANN

Vier Gründe, den Shop selbst zu bauen

Preis aus Maßen, nicht aus Varianten

Breite, Höhe, Material und Auflage rechnen den Preis. Eine SKU-Matrix mit tausend Kombinationen wäre der falsche Weg.

Checkout, den wir anfassen dürfen

Gastbestellung, Datei-Upload, Rabatt im Warenkorb, Zahlung per PayPal, Karte und Wallets — ohne auf einen fremden Checkout zu warten.

Code statt App-Abo

Sonderlogik liegt im Projekt. Kein monatliches Plugin, das beim nächsten Plattform-Update die Preisregel bricht.

Storefront, die ranken soll

Kategorien, Themen und Ratgeber als richtige Seiten. Der Shop ist Katalog und Inhalt, nicht nur ein Theme.

02 — LEISTUNGEN

Was wir an einem Medusa-Shop bauen

Medusa-Shop mit Next.js-Storefront

Katalog, Suche, Warenkorb und Kasse. Regionen, Steuer und Versand im Backend, Seiten in Next.js.

Beispiel: Printvertise: acht Produktgruppen, Gast-Checkout, Versand nach PLZ

MedusaNext.jsPostgreSQL

Konfigurator und Live-Preis

Format, Material, Verarbeitung und Stückzahl auf der Produktseite. Der Preis erscheint nach der Konfiguration, netto, MwSt. in Warenkorb und Kasse.

Beispiel: Fahne im Wunschformat: Breite und Höhe in Zentimetern

Custom PricingLine ItemsUpload

B2B-Bestellung ohne Pflichtkonto

Geschäftskunden bestellen als Gast. Ein Konto bleibt freiwillig, etwa für Wiederholungsaufträge. Rabatte ziehen automatisch.

Beispiel: 10 % Neukundenrabatt auf alle Artikel, sichtbar im Warenkorb

PromotionsGuest Checkout

Zahlung und Versand

PayPal, Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay. Versandkosten erst, wenn die PLZ feststeht.

Beispiel: Lieferung innerhalb Deutschlands

PayPalKartenWallets

Inhalt neben dem Katalog

Themenseiten und Ratgeber verweisen auf die Artikel, die sich konfigurieren lassen. Der Shop erklärt das Produkt, bevor er es verkauft.

Beispiel: Wissen zu Druckdaten, Formaten und Materialien

Next.jsinterne Verlinkung

Betrieb ohne Lizenzmodell

Medusa ist Open Source. Wir hosten, überwachen und entwickeln weiter. Die laufenden Kosten sind Server, Zahlung und Betreuung — kein Shop-Abo.

Beispiel: Weiterentwicklung am live Shop, nicht an einer Sandbox-Lizenz

HostingMonitoringWartung
03

Referenz: Printvertise

Printvertise verkauft Werbetechnik der Runourcode GmbH in Langenzenn. Fahnen, Banner, Aufkleber und Messeausstattung haben keinen Listenpreis, der für jede Ausführung stimmt. Maße, Material und Auflage bestimmen den Betrag.

Der Shop sagt das auf der Startseite, in der Kategorie und auf der Produktseite mit demselben Ablauf: Artikel wählen, konfigurieren, Datei wenn nötig, dann Kasse. Beratung bleibt erreichbar, Mo–Fr 09:00–16:00.

  • Über 400 Artikel, acht Produktgruppen
  • Konfigurator auf der Produktseite
  • Gastbestellung, Neukundenrabatt im Warenkorb
  • Live: printvertise.de
Case Study Printvertise
Kategorie Fahnen auf printvertise.de — Unterkategorien und der Weg in den Konfigurator
Kategorie Fahnen auf printvertise.de — Unterkategorien und der Weg in den Konfigurator
04

Was der Konfigurator wirklich tut

Auf der Fahne im Wunschformat gibt der Käufer Breite und Höhe in Zentimetern ein und stellt die Menge. Solange die Konfiguration unvollständig ist, gibt es keinen erfundenen Endpreis — nur den Ab-Preis und den Hinweis, dass der Betrag danach kommt.

Die Druckdatei hängt nicht an jedem Artikel. Gestelle und Zubehör gehen ohne Upload in den Warenkorb. Artikel mit Druck blockieren die Bestellung nicht still, sie sagen, wo die Datei hin muss: Produktseite, Warenkorb oder Kasse.

Konfigurator auf der Produktseite: Größe, Menge, Preis nach vollständiger Konfiguration
Konfigurator auf der Produktseite: Größe, Menge, Preis nach vollständiger Konfiguration
05

Was Medusa wirklich kostet — Total Cost of Ownership statt Lizenzvergleich

Der Satz „Medusa ist kostenlos“ ist die häufigste Fehlannahme in Medusa-Anfragen. Richtig ist: Es gibt keine Plattformlizenz und keine umsatzabhängige Gebühr an einen Shop-Hersteller. Falsch ist die Schlussfolgerung, dass der Shop deshalb günstiger wird. Was bei Shopify im Monatsabo und bei Shopware in der Edition steckt — Hosting, Updates, Verfügbarkeit, ein fertiger Checkout — liegt hier in Ihrer Verantwortung.

Rechnen Sie deshalb nicht Lizenz gegen Lizenz, sondern über drei bis fünf Jahre. Auf der einen Seite stehen Abo, kostenpflichtige Apps und Gebühren, die mit dem Umsatz mitwachsen. Auf der anderen ein höherer Einmalbetrag für den Bau plus festes Hosting und ein Wartungsbudget. Der Break-even liegt dort, wo die umsatzabhängigen Kosten den festen Betriebsaufwand überschreiten — oder dort, wo die Sonderlogik im Standard gar nicht abbildbar ist.

Der unangenehmere Posten ist die Wartung. Ein Medusa-Shop ist eine Node.js-Anwendung mit eigenen Abhängigkeiten. Wird sie zwei Jahre nicht angefasst, sind Versionssprünge in Framework, Datenbanktreiber und Zahlungs-SDKs gleichzeitig fällig, und der Aufwand steigt überproportional. Wir nennen den Wartungsbetrag deshalb im Angebot, statt ihn im zweiten Jahr auftauchen zu lassen.

  • Keine Plattformlizenz, keine umsatzabhängige Gebühr an einen Shop-Hersteller
  • Hosting für Anwendungsserver, PostgreSQL, Dateispeicher und Hintergrundjobs bleibt
  • Gebühren der Zahlungsanbieter fallen wie bei jeder anderen Plattform an
  • Wartungsbudget für Abhängigkeits-Updates ist Pflicht, nicht Zusatzleistung
  • Vergleich über drei bis fünf Jahre, nicht Lizenz gegen Lizenz
06

Zahlung, Steuern und Rechtstexte im eigenen Checkout

Ein eigener Checkout ist der Hauptgrund für Medusa und gleichzeitig die größte Verantwortung. Bei Shopify prüft der Plattformbetreiber den Kassenprozess mit; hier sind Ablauf, Pflichtangaben und Bestätigung Teil Ihres Projekts. Konkret: Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular erreichbar, Preisangaben mit Hinweis auf Umsatzsteuer und Versandkosten, Bestellübersicht vor dem verbindlichen Klick, unmittelbare Bestätigung. Das gehört in die Abnahme, nicht in eine Nachbesserungsliste.

Dazu kommen Produktpflichtangaben. Die Produktsicherheitsverordnung (EU) 2023/988 verlangt für viele Waren, dass Hersteller- und Sicherheitsangaben schon vor dem Kauf im Angebot sichtbar sind. In einem selbst gebauten Shop sind das Felder im Datenmodell, nicht ein Plugin. Wir legen sie mit dem Katalog an, weil sie nachträglich in 400 Artikeln zu pflegen deutlich teurer ist. Ob die Pflichten für Ihre Produkte greifen, ist eine Rechtsfrage — wir bauen die Struktur, die Prüfung macht Ihr Anwalt.

Bei der Zahlung arbeiten wir mit gehosteten Zahlungsfeldern oder einer Weiterleitung zum Anbieter. Kartendaten berühren damit nie unseren Server, was den PCI-DSS-Umfang typischerweise auf den kleinsten Selbstauskunftsbogen SAQ A begrenzt. Bei Printvertise laufen PayPal, Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay auf diesem Weg. Steuersätze je Region und Versandkosten nach Postleitzahl liegen im Medusa-Backend und erscheinen im Warenkorb, nicht als Pauschale auf der Kategorie.

  • Widerrufsbelehrung, Preisangaben und Bestellbestätigung sind Teil der Abnahme
  • GPSR-Pflichtfelder im Datenmodell statt nachträglich in jedem Artikel
  • Gehostete Zahlungsfelder halten Kartendaten vom eigenen Server fern
  • Steuersätze je Region und Versandkosten nach PLZ im Backend, nicht im Frontend
07

Wann Medusa die falsche Wahl ist

Shopify bleibt der kürzere Weg, wenn Sortiment, Theme und Checkout ausreichen und das Team den Shop selbst pflegen will. Shopware 6 bleibt der DACH-Standard, wenn ERP, Preisgruppen und ein großes Plugin-Ökosystem schon feststehen.

Medusa lohnt sich, wenn diese Grenzen der Grund für das Projekt sind. Dann bauen wir die Regel im Code, statt sie in eine App zu pressen. Die drei Wege liegen bei uns nebeneinander — die Empfehlung kommt vor dem Sprint.

PROZESS

Vom Preisregelwerk zum Go-Live

Fünf Etappen mit Dauerangabe und einem Ergebnis pro Etappe. Die Gesamtlaufzeit für einen Medusa-Shop mit Konfigurator liegt typisch bei zehn bis sechzehn Wochen, gerechnet ab vollständigen Produktdaten. Der häufigste Verzögerungsgrund sind unklare Preisregeln, nicht die Entwicklung.

  1. 011–2 Wochen

    Verkaufslogik

    Was den Preis macht: Maß, Material, Auflage, Kundengruppe, Datei. Die Regeln werden gegen echte Kalkulationen aus der Buchhaltung geprüft, bevor eine Zeile Oberfläche entsteht.

    Ergebnis: Preisregelwerk, Scope-Dokument und Festpreis

  2. 022–3 Wochen

    Katalog & Regionen

    Produkte, Varianten, Pflichtangaben, Steuersätze, Versandzonen und Zahlarten im Medusa-Backend. Bestandsdaten werden migriert und stichprobenweise gegen die Quelle abgeglichen.

    Ergebnis: Befülltes Backend mit Steuer-, Versand- und Zahlungskonfiguration

  3. 033–5 Wochen

    Storefront

    Next.js: Kategorie, Produktseite, Konfigurator, Suche und redaktionelle Seiten. Metadaten, strukturierte Daten und interne Verlinkung entstehen mit den Templates, nicht danach.

    Ergebnis: Aufrufbare Vorschau-Storefront mit echtem Katalog

  4. 042–3 Wochen

    Kasse

    Gastbestellung, Rabatte, Datei-Upload, Zahlarten und Versandkosten nach Postleitzahl. Dazu Pflichtangaben, Bestellübersicht und Bestätigungsmail sowie Testzahlungen je Anbieter.

    Ergebnis: Abgenommener Checkout mit dokumentierten Testbestellungen

  5. 05laufend

    Betrieb

    Hosting, Monitoring, Backups und Abhängigkeits-Updates mit Testlauf vor jedem Deployment. Weiterentwicklung am laufenden Shop über kleine, abgegrenzte Pakete.

    Ergebnis: Live-Shop, Repository-Zugang und Übergabedokumentation

08 — VERGLEICH

Shopify, Shopware, Medusa

KriteriumShopifyShopware 6Medusa
PlattformlizenzMonatsaboEdition / LizenzOpen Source, keine Shop-Lizenz
CheckoutShopify CheckoutShopware-KasseEigener Checkout
SonderpreisApp oder Custom AppPlugin / Rule BuilderLogik im Projekt
StorefrontTheme oder HeadlessThemeNext.js, von uns
BetriebHosting inklusiveHosting separatHosting, Zahlung, Wartung separat
Passend fürD2C, schneller Go-LiveB2B, ERP, DACHEigene Preis- und Prozesslogik
09 — KOSTEN

Was wegfällt — und was bleibt

Stand: September 2026 · Festpreis nach Scope

Kosten für Shopify und Shopware →

KOSTEN

Was ein Medusa-Projekt kostet

Für Medusa selbst fällt keine Plattformlizenz an — an den Projektkosten ändert das wenig. Bezahlt wird der Bau von Backend, Storefront und Checkout, also genau die Teile, die eine Standardplattform mitliefert. Die Spannen unten leiten sich aus unseren Richtwerten der Nachbarleistungen ab: Konfiguratoren ab 15.000 €, Shopware-6-B2B-Projekte 25.000–60.000 €, Shop plus ERP 35.000–80.000 €. Ein Medusa-Shop liegt in diesem Rahmen, nicht darunter. Hosting, Zahlungsgebühren und Wartung kommen laufend hinzu.

Stand: September 2026 · Festpreis nach Scope

Headless-Shop, klarer Katalog

18.000 € – 30.000 €

Medusa-Backend plus Next.js-Storefront ohne Konfigurationslogik. Keine Plattformlizenz, Hosting ab etwa 250 € monatlich und Wartung kommen dazu.

  • ·Medusa-Backend mit Katalog, Regionen, Steuer- und Versandregeln
  • ·Next.js-Storefront: Startseite, Kategorien, Produktseiten, Suche
  • ·Eigener Checkout mit Gastbestellung und zwei Zahlarten
  • ·Pflichtangaben, Rechtstexte und Bestellbestätigung im Prozess
  • ·Repository, Deploy-Pipeline und Übergabedokumentation

Beispiel: Untere Spanne, weil kein Regelwerk zu modellieren ist: Der Aufwand liegt beim Standard-Web-App-Richtwert von 15.000 € plus Backend-Konfiguration, Checkout und Zahlungsanbindung.

Shop mit Konfigurator und eigener Preislogik

30.000 € – 60.000 €

Der Fall, für den Medusa gebaut wird. Preis aus Maß, Material und Auflage, Datei-Upload, Rabatte und Kundengruppen.

  • ·Preisregelwerk als getestete Rechenlogik, nicht als Formel im Frontend
  • ·Konfigurator auf der Produktseite mit Live-Preis nach vollständiger Eingabe
  • ·Datei-Upload auf Produktseite, im Warenkorb und in der Kasse
  • ·Rabatte, Kundengruppen und Staffelpreise im Warenkorb nachvollziehbar
  • ·Redaktionelle Themenseiten neben dem Katalog für Sichtbarkeit

Beispiel: Rahmen wie ein Shopware-6-B2B-Projekt (25.000–60.000 €), weil derselbe Umfang plus ein Konfigurator entsteht — und ein Konfigurator allein liegt bei uns bei mindestens 15.000 €. Printvertise mit über 400 Artikeln in acht Gruppen liegt in dieser Stufe.

Headless-Shop mit ERP- und Produktionsanbindung

45.000 € – 80.000 €

Shop, Warenwirtschaft und Produktion hängen zusammen. Bestellungen, Bestände und Auftragsstatus laufen bidirektional.

  • ·Schnittstelle zu ERP oder Warenwirtschaft mit Feldmapping und Fehlerbehandlung
  • ·Auftragsdaten samt Konfiguration und Druckdatei in die Produktion
  • ·Kundenportal mit Auftragsstatus und Wiederholungsbestellung
  • ·Mehrere Regionen oder Sprachen mit eigenen Steuer- und Versandregeln
  • ·Monitoring, Backups und Notfallablauf für den laufenden Betrieb

Beispiel: Orientiert am Richtwert Shop plus ERP (35.000–80.000 €), mit höherem unteren Ende: Zahlung, Steuerlogik und Rechtstexte im Checkout sind hier Eigenleistung und nicht Teil einer Plattform.

Unverbindliche Richtwerte netto, projektabhängig. Verbindlich wird der Preis nach dem Scope-Workshop und dann als Festpreis in Etappen.

Alle Shop-Richtwerte →

KOSTENTREIBER

Was den Preis nach oben treibt

Die Spanne oben entsteht nicht zufällig. Diese Faktoren erklären, warum ein Projekt am unteren oder am oberen Ende liegt.

Tiefe der Preislogik

+5.000 € bis 20.000 €

Zwei Eingabefelder mit linearer Formel sind überschaubar. Staffeln, Mindestmengen, Materialzuschläge, Verschnitt, Kundengruppen und Rundungsregeln sind es nicht. Diese Logik testen wir gegen echte Kalkulationen, weil ein zu niedriger Preis in einem Randfall pro Bestellung Geld kostet.

Hosting und laufender Betrieb

ab 250 €/Monat

Der Posten, der bei Medusa regelmäßig unterschätzt wird. Anders als bei einer statischen Website läuft hier dauerhaft ein Anwendungsserver mit PostgreSQL, Dateispeicher und Hintergrundjobs, dazu Backups, Monitoring und Abhängigkeits-Updates mit Testlauf. Bei Shopify steckt dieser Teil im Abo.

Zahlungsanbieter-Integration

+2.000 € bis 6.000 € je Anbieter

Jeder Anbieter bringt eigene Abläufe für Autorisierung, Erfassung, Rückerstattung, Teilstornierung und Statusmeldungen mit, dazu Testzahlungen im Sandbox- und im Livebetrieb. Die Transaktionsgebühren sind davon unabhängig und fallen wie bei jeder anderen Plattform an.

Katalogtiefe und Datenmigration

+3.000 € bis 12.000 €

Fünfzig Artikel sind Handarbeit, vierhundert Artikel sind ein Importprozess mit Mapping, Bildpipeline, Pflichtfeldern und einem Abgleich gegen die Quelle. Aus einem Altshop kommen dazu Kundenkonten, Bestellhistorie und eine vollständige Weiterleitungsmatrix für alte URLs.

ERP- oder Produktionsanbindung

+6.000 € bis 20.000 €

Eine dokumentierte REST-Schnittstelle mit Testsystem liegt am unteren Ende. Ein Altsystem ohne Sandbox, ohne Dokumentation und mit nächtlichem Dateiaustausch am oberen. Entscheidend ist nicht die Technik, sondern ob es eine Testumgebung mit echten Daten gibt.

Barrierefreiheit und Rechtstexte im Checkout

+8 % bis 15 %

Bei einem eigenen Kassenprozess gibt es keinen Plattformbetreiber, der Pflichtangaben und Bedienbarkeit mitliefert. Von Anfang an mitgebaut ist es ein Aufschlag auf Komponenten und Abnahme. Nachträglich in einen fertigen Checkout eingebaut liegt der Aufwand erfahrungsgemäß beim Mehrfachen.

FÖRDERUNG

Förderung für Digitalisierungsvorhaben in Bayern

Für bayerische Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten kann der Digitalbonus einen Teil der Kosten abdecken. Entscheidend ist die Reihenfolge.

Digitalbonus Bayern (Standard)

bis 7.500 €

Bayern · unter 50 Beschäftigte

Zuschuss von bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben für Digitalisierungsvorhaben — etwa Einführung oder Verbesserung digitaler Produkte, Dienstleistungen und Prozesse. Antragsberechtigt sind bayerische Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und höchstens 10 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme. Laufzeit des Programms bis 31.12.2027.

Programm beim Fördergeber →

Digitalbonus Bayern Plus

bis 30.000 €

Bayern · besonderer Innovationsgehalt

Für Vorhaben mit nachgewiesenem Innovationsgehalt, ebenfalls bis zu 50 % Fördersatz. Der Neuheitsgrad muss im Antrag detailliert beschrieben werden; in Grenzfällen entscheidet ein Expertengremium der Bezirksregierung. Plus ist während der Programmlaufzeit nur einmal möglich und nicht mit dem Standard für dieselbe Maßnahme kombinierbar.

Programm beim Fördergeber →

Stand: September 2026. Über Bewilligung, Höhe und Bedingungen entscheidet allein die Förderstelle — wir liefern die technische Leistungsbeschreibung und das Angebot für den Antrag, keine Förderberatung.

GLOSSAR

Begriffe kurz erklärt

Die Begriffe, die in Angeboten und Gesprächen ständig vorkommen und selten erklärt werden.

Headless Commerce
Architektur, bei der die Shop-Logik im Backend über eine API bereitsteht und die Verkaufsoberfläche davon getrennt als eigenes Frontend gebaut wird. Vorteil ist die freie Gestaltung von Produktseite und Checkout, Nachteil der Mehraufwand, weil kein Theme mitgeliefert wird.
Medusa Modules
Medusas Architekturprinzip, fachliche Bereiche wie Produkt, Warenkorb, Zahlung oder Versand als eigenständige Module zu organisieren. Eigene Logik wird dadurch als abgegrenztes Modul ergänzt statt als Eingriff in fremden Code — das ist der Grund, warum Sonderlogik hier wartbar bleibt.
Total Cost of Ownership (TCO)
Gesamtkosten über die Nutzungsdauer statt Anschaffungspreis: Bau, Hosting, Wartung, Transaktionsgebühren, Lizenzen und interner Aufwand über drei bis fünf Jahre. Nur in dieser Betrachtung ist ein Vergleich zwischen Medusa und einer Abo-Plattform aussagekräftig.
Vendor-Lock-in
Abhängigkeit von einem Anbieter, weil individuelle Teile der Lösung nicht übertragbar sind. Theme, Apps und plattformspezifische Sonderlogik müssen bei einem Wechsel neu gebaut werden. Bei Medusa liegen Code und Datenbank bei Ihnen, der Aufwand verschiebt sich zum Betrieb.
PCI-DSS SAQ A
Kürzester Selbstauskunftsbogen des Kartensicherheitsstandards, vorgesehen für Händler, die die Verarbeitung von Kartendaten vollständig an einen konformen Dienstleister auslagern — etwa über gehostete Zahlungsfelder oder eine Weiterleitung. Kartendaten berühren dann nie den eigenen Server.
Storefront
Das Frontend eines Headless-Shops: Startseite, Kategorien, Produktseiten, Konfigurator, Warenkorb und Kasse. Bei uns in Next.js, damit Inhaltsseiten vorgerendert über ein CDN ausgeliefert werden und nur die Kaufschritte zur Laufzeit rechnen.
STACK
MedusaNext.jsPostgreSQLNode.jsPayPalKreditkarteApple PayGoogle Pay
FAQ

Medusa — häufige Fragen

Kosten & Betrieb

Ein Headless-Shop mit klarem Katalog liegt bei 18.000 € bis 30.000 €, ein Shop mit Konfigurator und eigener Preislogik bei 30.000 € bis 60.000 €, mit ERP- und Produktionsanbindung bei 45.000 € bis 80.000 €. Die Spannen leiten sich aus unseren Richtwerten für Konfiguratoren und Shopware-Projekte ab. Verbindlich wird der Preis als Festpreis nach dem Scope-Workshop. Stand: September 2026.

Technik & Architektur

Entscheidung & Abgrenzung

Hirnworx · Medusa & Next.js · Ziegelstraße 2, 90579 Langenzenn · seit 2011

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