
Produktkonfiguratoren von Hirnworx: geführte Multi-Step-Flows mit Regelwerk, Live-Preiskalkulation und Shop-Integration — Referenz FeNau Gitterrost (9 Schritte, Live-Plandarstellung, PDF-Datenblatt, Warenkorb) und Bavarian Signs 3D-Leuchtreklame (360°-Vorschau, PDF-Angebot).
Produktkonfiguratoren entwickeln
Maßanfertigungen online konfigurieren — mit Regel-Engine, Sofort-Festpreis und Bestellung im Shop. Nicht Excel im Browser.
Stand: September 2026 · Verantwortlich: David De Matteo, Hirnworx Langenzenn
Ein Produktkonfigurator ist keine hübsche Formular-Kette. Er ist eine Regel-Engine, die aus technischen Parametern ein gültiges, preisliches und bestellbares Produkt macht — und dem Kunden in unter zwei Minuten ein Ergebnis liefert, für das der Vertrieb früher Tage brauchte.
Hirnworx baut Konfiguratoren für Industrie, E-Commerce und Werbetechnik: von parametrischen Wizards mit 2D-Plandarstellung, Aus-/Abschnitt-Zeichner und PDF-Datenblatt (FeNau) bis zu 3D-Web-Apps mit Licht-Simulation (Bavarian Signs). Stack: React/Next.js, TypeScript, Regelwerk, Shopware 6 oder standalone Warenkorb.
Drei Referenzen, die Sie selbst öffnen können: der FeNau-Gitterrost-Konfigurator mit neun Schritten, angebunden an einen Shopware-6-Shop mit über 20.000 Artikeln, der Bavarian-Signs-Konfigurator für Leuchtreklame mit 360°-Vorschau und automatischem PDF-Angebot sowie printvertise.de mit über 400 konfigurierbaren Artikeln in acht Produktgruppen auf Medusa und Next.js. Verantwortlich ist David De Matteo, Einzelunternehmen Hirnworx, Ziegelstraße 2 in 90579 Langenzenn bei Nürnberg — Entwickler seit 2011, über 350 Projekte, Shopware 6 Advanced Developer über die Runourcode GmbH. Stand: September 2026.
Was ist ein Produktkonfigurator?
Ein Produktkonfigurator ist eine Webanwendung, die aus Eingaben wie Maß, Material und Ausstattung eine technisch zulässige Produktvariante, einen berechneten Preis und einen bestellbaren Datensatz erzeugt. Der Unterschied zu einer Variantenauswahl liegt in der Herkunft des Ergebnisses: Es stammt nicht aus einer Liste fertiger Artikelnummern, sondern aus einem Regelwerk, das Abhängigkeiten prüft und den Preis rechnet. Hirnworx baut solche Konfiguratoren als React- oder Next.js-Anwendungen mit eigener Regel-Engine und Anbindung an Shop, Angebots-PDF und ERP.
Die einfachste Stufe ist die Variantenauswahl. Das Produkt existiert bereits in einer endlichen Zahl von Ausführungen, jede mit eigener Artikelnummer, eigenem Preis und eigenem Bestand. Der Kunde wählt Größe und Farbe, der Shop lädt die Variante. Das ist noch kein Konfigurator, sondern eine Auswahl — und für Sortimente mit zwei oder drei Achsen genau richtig. Die Grenze erreicht dieses Modell, sobald die Variantenmatrix aufgeht: fünf Maßstufen, sechs Materialien, vier Kantenausführungen und drei Oberflächen ergeben 360 Artikelnummern, die jemand anlegen, bepreisen und pflegen muss.
Die zweite Stufe ist die parametrische Konfiguration. Hier gibt der Kunde Werte ein, die es als Artikel vorher nicht gab — Länge 1.240 mm, Breite 780 mm, zwei Ausschnitte — und der Preis entsteht aus einer Formel statt aus einer Preisliste. Dazu gehört ein Regelwerk, das zulässige Bereiche aus vorherigen Eingaben ableitet: Beim FeNau-Gitterrost bestimmt die gewählte Traglast, welche Maschenweiten, Tragstäbe und Maße danach noch wählbar sind. Das Ergebnis ist technisch ein Custom Line Item mit Gewicht, Produktionszeit und Preis, kein Katalogartikel.
Die dritte Stufe ist CPQ, kurz für Configure, Price, Quote. Hier endet der Vorgang nicht im Warenkorb, sondern in einem Angebot: mit Rabattstufen, Gültigkeitsdatum, Zahlungs- und Lieferbedingungen und in vielen Häusern einer Freigabe ab einem bestimmten Nachlass. Enterprise-Suiten bilden das vollständig ab und kosten entsprechend Lizenz. Für den Mittelstand bauen wir die benötigten Teile direkt in die Anwendung. Welche der drei Stufen Sie brauchen, entscheidet eine einzige Frage — ob der Kunde am Ende bestellen oder verhandeln soll.

Woran Angebotsprozesse für Maßanfertigungen scheitern
Die Anfragen, die bei uns landen, kommen selten von grüner Wiese. Meist gibt es bereits einen Prozess — er ist nur manuell, langsam oder an einer Stelle fehleranfällig, die Geld kostet.
Das Angebot dauert Tage, die Entscheidung fällt vorher
Eine Anfrage für eine Sonderanfertigung läuft durch Vertrieb, Technik und Kalkulation, bevor eine Zahl steht. Bei Bavarian Signs war das der Ausgangszustand: Leuchtreklame wurde manuell kalkuliert, Kunden warteten Tage auf ein Angebot. In dieser Zeit holt der Interessent zwei weitere Angebote ein — und wer zuerst eine belastbare Zahl nennt, setzt den Rahmen für alle anderen.
Die Kalkulation liegt in einer Excel-Datei und in einem Kopf
Preisformeln, Materialzuschläge und Erfahrungswerte stehen in einer gewachsenen Tabelle, die ein einziger Mitarbeiter vollständig versteht. Fällt er aus, ist die Kalkulationslogik nicht mehr zugänglich. Dazu kommt, dass niemand begründen kann, warum ein Aufschlag 14 % beträgt — er steht seit Jahren so dort. Ein Regelwerk zwingt zur Entscheidung, welche Regel gilt, und macht sie versionierbar.
Unmögliche Kombinationen fallen erst in der Fertigung auf
Ohne Abhängigkeiten zwischen den Parametern lässt sich jede Kombination bestellen, auch eine statisch unzulässige oder fertigungstechnisch nicht herstellbare. Der Fehler wird in der Arbeitsvorbereitung oder an der Maschine entdeckt, also nach der Auftragsbestätigung. Die Korrektur kostet Material, Liefertermin und eine Erklärung beim Kunden — und der Vertrieb verliert das Vertrauen in das eigene Werkzeug.
Ein Preisfehler im Randfall kostet pro Bestellung Geld
Preisformeln stimmen im Normalfall und brechen an den Rändern: bei Mindermengen, bei Übergrößen, bei der Kombination aus Rabattstaffel und Materialzuschlag. Gibt ein Konfigurator dort einen zu niedrigen Preis aus, verkauft er jeden weiteren Artikel unter Kosten, und zwar automatisiert rund um die Uhr. Deshalb prüfen wir Regelwerke gegen abgerechnete Aufträge, bevor sie live gehen.
Der Kunde kann sich das Produkt nicht vorstellen und bricht ab
Bei räumlich wirkenden Produkten reicht eine Optionsliste nicht. Wer Leuchtbuchstaben bestellt, will wissen, wie der Schriftzug nachts aussieht; wer einen Gitterrost mit Ausschnitt bestellt, will die Maßkette sehen. Fehlt diese Rückmeldung, bricht der Kunde ab oder ruft doch an — dann hat der Konfigurator den Prozess nicht verkürzt, sondern nur eine zusätzliche Stufe eingezogen.
Die Konfiguration endet in einer E-Mail und wird abgetippt
Viele Konfiguratoren erzeugen zum Schluss eine Zusammenfassung, die per Mail verschickt und im Backoffice manuell erfasst wird. Der Medienbruch bleibt damit erhalten: keine Übernahme in den Warenkorb, keine Stückliste für die Fertigung, keine Artikelnummer im ERP. Der eigentliche Gewinn liegt aber genau in dieser Übergabe — als Custom Line Item, als Stückliste und als Auftragsdatensatz.
Was belegt ist
Nur Angaben mit benannter Quelle. Zahlen ohne nachprüfbare Herkunft stehen hier bewusst nicht.
Schwellenwert für ein „gutes“ Largest Contentful Paint
Für Konfiguratoren ist dieser Wert kritischer als für normale Seiten: Ein WebGL-Bundle mit Three.js und mehreren GLB-Modellen reißt ihn ohne Code-Splitting und verzögertes Laden der 3D-Szene zuverlässig. Ergänzend gilt für Interaction to Next Paint ein Schwellenwert von 200 ms — jede Parameteränderung, die eine Neuberechnung auslöst, muss darunter bleiben.
Seit diesem Tag ist die EU-Produktsicherheitsverordnung GPSR anwendbar
Die Pflichtangaben zu Hersteller, verantwortlicher Person, Produktidentifikation und Sicherheitshinweisen gelten auch für konfigurierte Artikel, die es als Katalogprodukt gar nicht gibt. Der Konfigurator muss diese Angaben also aus der Konfiguration erzeugen und in Produktansicht, Warenkorb und Bestellbestätigung mitführen.
Seit diesem Tag gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz
Es betrifft unter anderem Verbraucherangebote im elektronischen Geschäftsverkehr. Praktisch heißt das für einen Konfigurator: vollständige Tastaturbedienbarkeit, beschriftete Eingabefelder, sichtbarer Fokus und eine nicht ausschließlich visuelle Rückmeldung — eine 3D-Szene allein genügt als Ergebnisanzeige nicht.
Für wen sich ein Konfigurator rechnet
Ein Konfigurator lohnt sich dort, wo heute Menschen wiederholbare Rechenarbeit machen. Wo die Kalkulation trivial oder das Sortiment fest ist, lohnt er sich nicht — und das sagen wir vor dem Angebot.
Hersteller von Maßanfertigungen
Metallbau, Sonderbau, Zuschnitt: Produkte, bei denen Maß, Material und Ausführung den Preis machen und heute jede Anfrage einzeln kalkuliert wird. Je normierter die Regeln, desto größer der Hebel — DIN-Vorgaben lassen sich direkt in Grenzwerte übersetzen.
5–250 Mitarbeitende
Erklärungsbedürftige B2B-Produkte mit Angebotsprozess
Werbetechnik, Maschinen, Projektgeschäft: Der Kunde bestellt nicht sofort, soll aber eine belastbare Preisindikation und eine Plandarstellung bekommen. Ergebnis ist ein PDF-Angebot und ein qualifizierter Lead statt einer Anfrage mit drei Zeilen Text.
Angebot statt Warenkorb
Shopbetreiber mit konfigurierbarem Sortiment
Wenn Format, Material und Auflage den Preis bestimmen, ist eine Variantenmatrix der falsche Weg. Printvertise zeigt das Muster: über 400 Artikel in acht Gruppen, der Preis erscheint erst nach vollständiger Konfiguration, die Druckdatei hängt an der Bestellung.
Shopware 6, Medusa, Shopify
Wann sich ein Konfigurator nicht lohnt
- —Ihr Sortiment besteht aus festen Artikelnummern mit hinterlegten Preisen. Dann brauchen Sie Variantenauswahl und Filter im Shop, keine Regel-Engine — das ist ein Bruchteil des Aufwands.
- —Die Preisbildung ist Verhandlungssache. Wenn der Preis von Kundenbeziehung und Auslastung abhängt, bildet kein Regelwerk ihn ab; ein Anfrageformular mit vollständiger Parametererfassung ist dann ehrlicher.
- —Niemand im Haus darf die Kalkulationsregeln verbindlich freigeben. Ohne eine Person, die sagt, welche Formel gilt, endet das Projekt in einer Endlosschleife aus Rückfragen — wir starten dann nicht.
- —Das Budget liegt unter 10.000 €. Ein Anfrage-Konfigurator beginnt bei rund 12.000 €; darunter bekommen Sie kein getestetes Regelwerk, sondern ein Formular mit Preisanzeige.
- —Sie suchen Enterprise-CPQ mit Anbindung an SAP-Variantenkonfiguration und Freigaben über mehrere Ländergesellschaften. Das ist ein anderes Produktsegment — wir bauen maßgeschneiderte Anwendungen, keine Suite-Einführungen.
Welcher Konfigurator passt?
Nicht jedes Produkt braucht 3D. Nicht jeder Flow braucht Sofort-Kauf. Hier die fünf Architekturen, die wir am häufigsten bauen.
Parametrischer Konfigurator
Fest definierte Schritte (Traglast → Material → Maße) mit Regel-Engine, die unzulässige Kombinationen ausblendet. Ideal für normierte Produkte mit klarer Preislogik.
Beispiel: FeNau Gitterrost: 9 Schritte, Live-Plan, PDF-Datenblatt, Sofort-Festpreis
3D-Produktkonfigurator
Echtzeit-3D-Vorschau mit Perspektivwechsel, Material- und Licht-Simulation. Kunde sieht das Produkt, bevor er bestellt.
Beispiel: Bavarian Signs: Leuchtkasten/Buchstaben, 360°-Ansicht, Tag/Nacht
Anfrage-Konfigurator (CPQ-light)
Kein Sofort-Kauf, aber qualifizierte Anfrage: alle Parameter erfasst, PDF-Angebot generiert, Lead ins CRM. Für erklärungsbedürftige B2B-Produkte.
Beispiel: Individuelle Maschinen, Sonderanfertigungen, Projektgeschäft
Shop-integrierter Konfigurator
Konfiguriertes Produkt landet als Line Item im Shopware-6- oder Custom-Warenkorb — inkl. Stücklisten, Produktionszeit, B2B-Preisgruppen.
Beispiel: FeNau: Privat- und Firmenkunden-Flow, Experten-Modus
KI-gestützter Konfigurator
LLM unterstützt Produktauswahl aus natürlicher Sprache oder Bild-Upload — ergänzt klassische Parameter, ersetzt sie nicht.
Beispiel: Produktberater im Shop, Logo-Erkennung, Variantenvorschläge
Regel-Engine: das Herzstück
Jeder gute Konfigurator basiert auf einer Regel-Engine. Sie entscheidet: Welche Optionen sind nach Schritt 3 noch wählbar? Welche Maßkombination ist statisch zulässig? Welcher Aufpreis gilt für Edelstahl V4A?
Beim FeNau-Gitterrost startet der Flow mit der Traglast — sie bestimmt alle folgenden Schritte. Nutzungsklassen (Wartung 1,0 kN bis SLW60 100 kN) ersetzen abstrakte Newton-Werte. Ein Experten-Modus schaltet für Profis alle Optionen frei, ohne statische Einschränkung.
Die Engine lebt als TypeScript-Modul, JSON-Regelwerk oder Backend-Service — je nach Komplexität. Wichtig: Regeln sind testbar, versionierbar und unabhängig vom UI änderbar.
- Abhängigkeiten zwischen Parametern (wenn A, dann kein B)
- Min/Max-Grenzen abgeleitet aus vorherigen Schritten
- Automatische Validierung (DIN, CE, branchenspezifisch)
- Preisformeln mit Material-, Größen- und Optionsfaktoren

Das Regelwerk vor der Oberfläche — warum wir mit Ihrer Kalkulation anfangen
Der erste Arbeitsschritt ist kein Entwurf, sondern ein Termin mit der Person, die heute die Preise macht. Wir brauchen die Kalkulationsdatei, die Preislisten, die Zuschlagstabellen und vor allem die Sonderfälle, die nirgends dokumentiert sind: Mindermengenzuschlag ab welcher Stückzahl, Übergrößenaufschlag ab welchem Maß, welcher Materialpreis wie oft nachgeführt wird. Diese Regeln existieren immer — sie stehen nur selten an einer Stelle, an der ein Programm sie lesen könnte.
Daraus entsteht das Regelwerk als eigenes Modul, getrennt von jeder Oberfläche: Parameter mit Wertebereichen, Abhängigkeiten untereinander, Preisformeln mit ihren Faktoren und eine Liste der ausgeschlossenen Kombinationen. Erst danach entwerfen wir den Flow. Diese Reihenfolge ist eine Kostenfrage: Eine Regel zu ändern kostet Minuten, ein Schrittdiagramm nach der Programmierung umzubauen kostet Tage.
Vor dem Go-Live prüfen wir das Regelwerk gegen echte Beispielkalkulationen aus der Buchhaltung — abgerechnete Aufträge quer über das Sortiment, inklusive der Ausreißer. Jede Abweichung zwischen dem Ergebnis der Engine und dem tatsächlich fakturierten Betrag wird geklärt, bevor der Konfigurator online geht. Der Grund: Ein zu niedriger Preis im Randfall ist kein einmaliger Fehler, sondern kostet bei jeder Bestellung Geld, bis ihn jemand bemerkt.
- Kalkulationsdatei, Preislisten und Zuschlagstabellen als Projektstart, nicht als Zulieferung
- Regelwerk als eigenes, testbares Modul — unabhängig von der Oberfläche änderbar
- Abgleich gegen abgerechnete Aufträge aus der Buchhaltung, inklusive Randfälle
- Dokumentierte Ausschlussliste: welche Kombination aus welchem Grund unzulässig ist
- Versionierung der Regeln, damit jede Preisänderung nachvollziehbar bleibt
Live-Preis & Bestellstrecke
Der Konfigurator muss am Ende einen verbindlichen oder zumindest belastbaren Preis liefern — sonst ist er nur ein Spielzeug. FeNau zeigt einen Sofort-Festpreis inkl. Produktionszeit; Bavarian Signs eine Live-Gesamtpreis-Indikation netto mit PDF-Angebots-Export.
Die Bestellstrecke variiert: Direkt in den Warenkorb (FeNau), PDF-Angebot + Lead-Routing (Bavarian Signs), oder Anfrage-Formular mit Konfigurations-Snapshot (B2B-Projektgeschäft). Hirnworx integriert in Shopware 6, standalone Shops oder CRM-Workflows via n8n.

3D-Vorschau & Visualisierung
Wenn das Produkt räumlich wirkt — Leuchtreklame, Möbel, Maschinen — braucht der Kunde eine Vorschau. Bavarian Signs liefert 360°-Ansichten (Front, 45°, Seite, Hinten), Tag-/Nacht-Umschaltung für Lichtsimulation und Text-/Logo-Upload direkt ins 3D-Modell.
Technisch: Three.js oder React Three Fiber im Browser, GLB/GLTF-Assets pro Produktvariante, oder parametrische Geometrie aus Maßen. Performance auf Mobilgeräten ist Pflicht — Konfiguratoren werden oft auf der Baustelle geöffnet.
- 360°-Orbit oder feste Preset-Perspektiven
- Tag/Nacht oder Material-Wechsel live
- Logo-/Text-Upload in 3D-Szene
- Screenshot/Export für Angebot-PDF

Von der Konfiguration in Shop, Angebot und Fertigung
Eine fertige Konfiguration ist ein Datensatz, kein Bildschirmzustand. Für den Shop heißt das: Der Artikel geht als Custom Line Item in den Warenkorb — mit allen Parametern als strukturierte Attribute, berechnetem Nettopreis, Gewicht und Produktionszeit. Shopware 6 bildet das über Custom Products, Plugins oder Line-Item-APIs ab. Beim FeNau-Konfigurator läuft genau dieser Weg in einen Shop mit über 20.000 Artikeln, inklusive getrennter Preislogik für Privat- und Firmenkunden.
Für das Angebotsgeschäft zählt die zweite Ausgabe: ein PDF mit Plandarstellung statt einer Optionsliste. FeNau erzeugt ein fertigungstaugliches Datenblatt mit Draufsicht, Seiten- und Vorderansicht, Maßketten, technischen Angaben und Nettopreis. Bavarian Signs erzeugt ein Angebot inklusive Plandarstellung und routet die Konfiguration als qualifizierten Lead in die Beratung. In beiden Fällen arbeiten Kunde, Vertrieb und Produktion mit demselben Blatt.
Der dritte Weg führt in Fertigung und ERP. Aus den Parametern wird eine Stückliste aufgelöst: welches Halbzeug in welcher Länge, welche Oberfläche, welche Zuschnitte. Sie geht per REST oder Webhook als Produktionsauftrag weiter — dasselbe Muster wie beim OBI-Shopware-Connector — zusammen mit einer Artikelnummer, unter der die Position später in der Rechnung steht. Fehlt ein direkter ERP-Zugang, setzen wir n8n dazwischen oder liefern einen strukturierten Datei-Export.
- Warenkorb-Übernahme als Custom Line Item mit Parametern, Preis, Gewicht und Produktionszeit
- B2B-Preisgruppen und getrennte Flows für Privat- und Firmenkunden
- PDF-Angebot mit Plandarstellung statt reiner Optionsliste
- Stücklistenauflösung aus den Parametern für die Arbeitsvorbereitung
- Übergabe an ERP oder MES per REST, Webhook oder n8n-Workflow
Excel vs. Konfigurator
| Kriterium | Excel / manuell | Produktkonfigurator |
|---|---|---|
| Ziel | Interne Kalkulation | Kunden-Self-Service + Bestellung |
| Fehlerquote | Hoch (manuell) | Niedrig (Regelwerk) |
| Time-to-Quote | Stunden bis Tage | Sekunden bis Minuten |
| Skalierung | Linear mit Personal | Unbegrenzt parallel |
| Integration Shop | Manuell | Automatisch (Line Item) |
Live-Konfiguratoren aus unserer Praxis
Vom Workshop zum Go-Live
Fünf Etappen mit Dauerangaben und einem Ergebnis pro Etappe. Ein Prototyp mit belastbarem Regelwerk steht typischerweise nach 6 bis 10 Wochen, ein vollständiger Konfigurator inklusive Shop-Anbindung nach 3 bis 5 Monaten — gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem Kalkulation und Regelwissen vorliegen.
- 011–2 Wochen
Produkt-Workshop
Parameter, Regeln, Preislogik und Ausnahmen mit Ihrem Fachteam erfassen — inklusive Kalkulationsdatei, Zuschlagstabellen und der Sonderfälle, die bisher niemand aufgeschrieben hat.
Ergebnis: Parameterliste, Regelkatalog, Ausschlussliste und Festpreis für die Umsetzung
- 023–5 Wochen
Regel-Engine & Prototyp
Das Regelwerk entsteht als eigenes Modul und wird gegen echte Beispielkalkulationen geprüft. Darauf ein klickbarer Prototyp mit echten Grenzwerten — bevor 3D oder Shop angebunden werden.
Ergebnis: Testbare Regel-Engine plus klickbarer Prototyp mit realen Preisen
- 033–6 Wochen
UI & Visualisierung
Geführter Flow in Ihrer CI, responsive und tastaturbedienbar. Je nach Produkt 2D-Plandarstellung mit Maßketten oder 3D-Vorschau mit Perspektiven und Lichtsimulation.
Ergebnis: Abnahmefähige Oberfläche inklusive Plan- oder 3D-Darstellung
- 042–4 Wochen
Preis & Bestellstrecke
Live-Kalkulation, Warenkorb oder PDF-Angebot mit Plandarstellung, Lead-Routing ins CRM. Hier entscheidet sich, ob der Kunde bestellt oder ein Angebot anfordert.
Ergebnis: Vollständige Strecke von der Konfiguration bis zur Bestellung oder Anfrage
- 052–4 Wochen
Integration & Go-Live
Anbindung an Shopware 6, Medusa oder ERP, Test der Randfälle gegen abgerechnete Aufträge, Monitoring und Schulung der Fachabteilung.
Ergebnis: Live-Konfigurator, Repository, Regelwerk-Dokumentation und Übergabe
Was ein Konfigurator-Projekt kostet
Konfiguratoren werden zum Festpreis nach einem Produkt-Workshop gebaut und in Etappen abgerechnet. Die Spannen unten sind Erfahrungswerte aus vergleichbaren Projekten; den verbindlichen Preis nennen wir, wenn Parameteranzahl, Regelumfang, Visualisierung und Zielsysteme feststehen. Eine Shop-Integration in Shopware 6 oder Medusa kommt zusätzlich ab 8.000 € dazu, weil dort Warenkorb, Preisgruppen und Bestellübergabe eigene Arbeit sind.
Stand: September 2026 · Festpreis nach Scope
Anfrage-Konfigurator (CPQ-light)
Geführter Parameter-Flow ohne 3D, mit PDF-Angebot und Lead-Übergabe ins CRM.
- ·Parameter- und Regelmodellierung im Produkt-Workshop
- ·Mehrstufiger Flow mit Validierung und Grenzwerten
- ·Preisindikation oder Richtpreis aus Ihrer Kalkulation
- ·PDF-Angebot mit Konfigurationszusammenfassung
- ·Lead-Routing per E-Mail, CRM-Schnittstelle oder n8n
Beispiel: Sondermaschinenbauer mit rund 20 Parametern und 40 Regeln: Der Interessent konfiguriert vollständig, bekommt einen Richtpreis und ein PDF, der Vertrieb übernimmt die Verhandlung. Liegt im unteren Bereich, weil keine Visualisierung und keine Shop-Anbindung nötig sind.
Parametrischer Konfigurator
Maßeingabe, Regel-Engine, Live-Preis und Plandarstellung — das FeNau-Niveau.
- ·Regel-Engine als eigenes Modul, getestet gegen echte Kalkulationen
- ·Maßeingabe mit dynamischen Min-/Max-Grenzen aus vorherigen Schritten
- ·2D-Plandarstellung mit Maßketten und Live-Metriken
- ·Sofort-Festpreis inklusive Gewicht und Produktionszeit
- ·PDF-Datenblatt für Angebot und Fertigung
Beispiel: FeNau Gitterrost: neun Schritte von der Traglast bis zum Aus- und Abschnitt, Zeichenwerkzeuge für Rechteck, Kreis, Linie und Polygon, Live-Preis und PDF-Datenblatt mit Draufsicht, Seiten- und Vorderansicht.
3D-Konfigurator
Echtzeit-3D im Browser mit Perspektiven, Material- und Lichtsimulation — das Bavarian-Signs-Niveau.
- ·3D-Szene mit Three.js oder React Three Fiber, optimiert für Mobilgeräte
- ·Feste Perspektiven oder freier Orbit, Material- und Lichtwechsel live
- ·Text- und Logo-Übernahme direkt in das Modell
- ·Live-Gesamtpreis parallel zur Vorschau
- ·Angebots- und Plandarstellungs-Export als PDF
Beispiel: Bavarian Signs: Leuchtkästen, Leuchtbuchstaben und dekupierte Schriften, 360°-Vorschau in Front, 45°, Seite und Hinten mit Licht-an/aus, Sofort-Gesamtpreis und automatischer PDF-Export mit Lead-Routing in die Beratung.
Unverbindliche Richtwerte netto, projektabhängig. Verbindlich wird der Preis nach dem Scope-Workshop und dann als Festpreis in Etappen.
Was den Preis nach oben treibt
Die Spanne oben entsteht nicht zufällig. Diese Faktoren erklären, warum ein Projekt am unteren oder am oberen Ende liegt.
Anzahl der Regeln und Abhängigkeiten
Nicht die Zahl der Parameter treibt den Aufwand, sondern die Zahl der Abhängigkeiten. Zehn unabhängige Auswahlfelder sind schnell gebaut; zehn Felder, bei denen jedes die Wertebereiche der folgenden einschränkt, erzeugen ein Regelnetz, das einzeln getestet werden muss.
Qualität der vorhandenen Kalkulationsgrundlage
Eine gepflegte Preisliste mit nachvollziehbaren Formeln lässt sich in Tagen übernehmen. Eine gewachsene Excel-Datei mit Sonderfällen im Kopf eines Mitarbeiters bedeutet Interviews, Rekonstruktion und Abgleich gegen abgerechnete Aufträge — der am häufigsten unterschätzte Posten.
3D-Assets und Echtzeit-Darstellung
3D kostet zweimal: einmal die Modelle und Materialien je Produktvariante, einmal die Optimierung, damit die Szene mobil flüssig läuft und die Core Web Vitals nicht reißt. Parametrische Geometrie aus Maßen ist aufwendiger, spart aber die Pflege einzelner GLB-Dateien.
Plandarstellung und PDF-Ausgabe
Eine Zusammenfassung als PDF ist schnell erzeugt. Ein fertigungstaugliches Datenblatt mit orthogonalen Ansichten, Maßketten und Angabentabelle ist eine eigene Zeichenlogik — beim FeNau-Konfigurator einer der größten Einzelposten.
Shop- und ERP-Integration
Custom Line Items, B2B-Preisgruppen und Produktionsauftrag brauchen Authentifizierung, Feldmapping, Fehlerbehandlung und einen Testlauf mit echten Daten. Eine dokumentierte REST-API liegt am unteren Ende, ein Altsystem ohne Testumgebung deutlich darüber.
Mehrsprachigkeit und Preisgruppen
Die übersetzte Oberfläche ist der kleinere Teil. Der Aufwand entsteht durch markt- und sprachabhängige Einheiten, Steuersätze, Materialbezeichnungen und getrennte Preisgruppen — jede Kombination muss einzeln geprüft werden.
Förderung für Digitalisierungsvorhaben in Bayern
Für bayerische Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten kann der Digitalbonus einen Teil der Kosten abdecken. Entscheidend ist die Reihenfolge.
Digitalbonus Bayern (Standard)
bis 7.500 €Bayern · unter 50 Beschäftigte
Zuschuss von bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben für Digitalisierungsvorhaben — etwa Einführung oder Verbesserung digitaler Produkte, Dienstleistungen und Prozesse. Antragsberechtigt sind bayerische Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und höchstens 10 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme. Laufzeit des Programms bis 31.12.2027.
Programm beim Fördergeber →Digitalbonus Bayern Plus
bis 30.000 €Bayern · besonderer Innovationsgehalt
Für Vorhaben mit nachgewiesenem Innovationsgehalt, ebenfalls bis zu 50 % Fördersatz. Der Neuheitsgrad muss im Antrag detailliert beschrieben werden; in Grenzfällen entscheidet ein Expertengremium der Bezirksregierung. Plus ist während der Programmlaufzeit nur einmal möglich und nicht mit dem Standard für dieselbe Maßnahme kombinierbar.
Programm beim Fördergeber →Stand: September 2026. Über Bewilligung, Höhe und Bedingungen entscheidet allein die Förderstelle — wir liefern die technische Leistungsbeschreibung und das Angebot für den Antrag, keine Förderberatung.
Begriffe kurz erklärt
Die Begriffe, die in Angeboten und Gesprächen ständig vorkommen und selten erklärt werden.
- CPQ
- Configure, Price, Quote — die Kette von der Konfiguration über die Preisfindung bis zum Angebot. Anders als ein Shop-Konfigurator endet CPQ nicht im Warenkorb, sondern in einem Dokument mit Rabattstufen, Gültigkeitsdatum und oft interner Freigabe.
- Regel-Engine
- Das Modul, das entscheidet, welche Optionen nach einer Eingabe zulässig sind und wie sich der Preis berechnet. Es liegt getrennt von der Oberfläche, damit Regeln testbar bleiben und eine Preisänderung kein Frontend-Deployment erzwingt.
- Parametrische Konfiguration
- Verfahren, bei dem das Produkt nicht aus einer Liste gewählt, sondern aus freien Werten wie Länge, Breite und Ausschnitten berechnet wird. Ergebnis ist eine Variante, die es als Artikelnummer vorher nicht gab.
- Stücklistenauflösung
- Umrechnung der Konfiguration in benötigte Materialien und Arbeitsgänge: welches Halbzeug in welcher Länge, welche Oberfläche, welche Zuschnitte. Voraussetzung dafür, dass aus einer Bestellung ohne Abtippen ein Produktionsauftrag wird.
- WebGL
- Browser-Schnittstelle für hardwarebeschleunigte 3D-Darstellung, in der Praxis über Bibliotheken wie Three.js genutzt. Sie ermöglicht Echtzeit-Vorschauen ohne Plug-in, erzeugt aber große JavaScript-Bundles mit entsprechender Wirkung auf die Ladezeit.
- Variantenmatrix
- Die Menge aller Kombinationen aus den Ausprägungen eines Produkts. Sie wächst multiplikativ: vier Achsen mit fünf, sechs, vier und drei Werten ergeben 360 Varianten — ab dieser Größe ist Stammdatenpflege teurer als eine berechnende Konfiguration.
Passende Leistungen & Branchen
Produktkonfiguratoren — häufige Fragen
Kosten & Umfang
Ein Anfrage-Konfigurator (CPQ-light) beginnt bei rund 12.000 €, ein parametrischer Konfigurator auf FeNau-Niveau liegt zwischen 18.000 € und 45.000 €, ein 3D-Konfigurator zwischen 25.000 € und 60.000 €. Eine Shop-Integration kommt zusätzlich ab 8.000 € dazu. Verbindlich wird der Preis als Festpreis nach dem Produkt-Workshop, wenn Regelumfang und Zielsysteme feststehen. Stand: September 2026.
Technik & 3D
Integration & Betrieb
Hirnworx · Ziegelstraße 2, 90579 Langenzenn · seit 2011
Produktkonfigurator geplant?
Schicken Sie uns Produktunterlagen oder ein Excel-Kalkulationssheet — wir modellieren daraus den ersten Regelwerk-Prototyp.
Konfigurator besprechen →

